Politisches und Buntes beim Aktionstag 2015

AktionstagAxel Wisgalla vom „Zentrum für Selbstbestimmtes Leben“ (ZSL) begrüßte die Gäste des Aktionstags 2015. Viele Aktivitäten auf dem Erlanger Schlossplatz waren geboten. Er wünschte viel Vergnügen, machte aber auch auf politische Anliegen aufmerksam: „Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstverständlich dazu gehören. Manche Menschen benötigen Hilfe, damit sie teilhaben können. Deshalb sollen sie aber nicht von der Gesellschaft ausgeschlossenen werden.“
„Menschen mit Behinderung haben das Recht, selbst zu entscheiden, wie und wo sie leben möchte“, betonte Linda Wagemann. Sie stellte das neue Projekt „Inklusion erlangen – in Stadt und Land“ vor, dessen Mitarbeiterin sie ist. Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass Inklusion eine Aufgabe für alle sei. Es sei wichtig, bei der Barrierefreiheit voranzukommen. Für das Erlanger Stadtgebiet sei eine barrierefreie Toilette für alle Behinderungsarten geplant.
Das „Forum Behinderte Menschen in Erlangen“, ein Zusammenschluss von mehr als 30 Selbsthilfe- und Behindertenorganisationen, organisiert alle zwei Jahre den Aktionstag. Gute Laune verbreiteten diesmal die „Kehlköpfe“ mit ihrer Musik (Foto) und Moderator Markus Just, der immer wieder neue Späße auf Lager hatte. Die Tanzgruppe Britneys der Georg-Zahn-Tagesstätte sowie der Chor der Georg-Zahn-Schule kamen ebenso gut an.
Zum ersten Mal dabei war die Capoeira-Schule „Escola Cultural Brasil“ von Adilson Ferreira. Die inklusive Gruppe aus Kindern mit und ohne Behinderung begeisterte das Publikum.