Erlanger Inklusionspreis 2014 verliehen

Inklusionspreis der Lebenshilfe

Glückliche Preisträger. Foto: Klaus-Dieter-Schreiter

Zum 10. Mal hat die Stiftung Lebenshilfe Erlangen den Integrationspreis verliehen, der seit diesem Jahr Inklusionspreis heißt. Mit 160 Gästen wurde groß gefeiert.
Preisträger ist die Rollstuhlsportgruppe für Kinder des TV 1848. Sie ist dem besonderen Engagement der Gründerin Katharina Hirschbeck und des Ehepaars Beierlorzers zu verdanken. Laudator Roland Sekatzek, ehemaliger Mitarbeiter des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt, betonte: „Hier zeigt sich, dass Inklusion nicht nur sinnvoll und notwendig ist, sondern auch Spaß macht.“
Kinder mit Behinderung gehören in die Gemeinschaft der Montessori-Schule Erlangen selbstverständlich dazu. Verschiedenheit wird als Bereicherung empfunden. So hat die Schule in diesem Jahr ebenfalls den Inklusionspreis erhalten. „Von der erfolgreichen Inklusionsarbeit konnte ich mich persönlich während einer Hospitation in einer Klasse überzeugen“, sagte Stadträtin Birgitt Aßmus in ihrer Würdigung
Zudem wurde die Stadtbibliothek Erlangen ausgezeichnet. Die Leiterin Anne Reimann und ihr Team haben ein offenes Haus und Angebote für Menschen mit Behinderung: zum Beispiel Bücher und andere Medien in Leichter Sprache. Künstler der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe haben schon mehrmals ihre Bilder in der Stadtbibliothek gezeigt. Und Harry Drechsler arbeitet dort. „Er hat eine Behinderung, aber er kann trotzdem wichtige Aufgaben erledigen“, betonte Prof. Dr. Holm Schneider, Kinderklinik der Universität Erlangen, in seiner Laudatio in Leichter Sprache. Schmunzelnd meinte er: „Das Wort Inklusionspreis ist allerdings keine Leichte Sprache.“
Das Preisgeld von insgesamt 1500 Euro haben erneut die Siemens AG, die Sparkasse Erlangen und die ABV Versicherungsmakler GmbH Nürnberg gespendet.