Fairste Fußballmannschaft beim landesweiten Turnier

Unter dem Motto „Wir bleiben am Ball“ spielte beim mittlerweile 37. landesweiten  Fußballturnier der Menschen mit Behinderungen auch die Mannschaft der Regnitz-Werkstätten mit. Für das bayerische Finale hatten sich 20 Mannschaften in den Vorrunden in fünf Leistungsklassen qualifiziert. Die Regnitz-Werkstätten kamen in der B-Liga auf den 4. Platz. Zusätzlich wählte eine Jury sie als fairste Mannschaft des Turniers aus. Kriterien dafür sind zum Beispiel: Werden Regeln eingehalten? Wird gefault? Entschuldigt man sich, wenn gefault wird? Die Auszeichnung umfasste auch einen Gutschein für ein Spiel beim FC Ingolstadt.
Das Landesweite Fußballturnier wird seit 1983 von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) und der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern veranstaltet.

Buntes Treiben auf dem Rathausplatz

Begrüßungsworte von Forums-Sprecher Kristian Gäbler (links), Anna Gabriel und Günter Hammerl, Vorstandsbeirat der Lebenshilfe

„Ja zu Vielfalt“ hieß es beim Rathausplatz-Fest des Forums „Behinderte Menschen in Erlangen“ und dieses Motto ging auf. Es herrschte buntes Treiben. Auf der Bühne traten die Band Honey Sweet & The Seven Ups, das Gehörlosentheater „Thow and Show“ sowie die inklusive Klasse der Georg-Zahn- und der Michael-Poeschke-Schule auf. Auch die vielen Mitmachaktionen kamen gut an. Vertreter/innen der Behindertenverbände und ihre Partner in Sachen Inklusion wie die Stadtbibliothek und die Volkshochschule gaben gerne Auskunft über ihre Arbeit.
Das Fest eröffnete Forums-Sprecher Kristian Gäbler mit Anna Gabriel und Günter Hammerl vom Vorstandsbeirat der Lebenshilfe. Sie betonten: „ Alle Menschen sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“ Ganz wichtig dafür sei die Verwendung von Leichter Sprache in allen Bereichen.
Oberbürgermeister Janik bedankte sich beim Forum und sagte: „Es ist vor allem Ihr Verdienst, dass wir in Erlangen schon so weit gekommen sind.“ Das Fest mitten in der Stadt sei ein schönes Symbol für die Inklusion.

Ausstellung „BarriereSprung“ im Erlanger Stadtmuseum eröffnet

„Honey Sweet & The Seven Ups“ spielten zur Eröffnung der Ausstellung.

Bis zum 6. Januar 2020 ist die Ausstellung „BarriereSprung – Vom Leben mit Behinderung“ im Erlanger Stadtmuseum zu sehen. Gerade wurde sie mit vielen Gästen in der Altstädter Kirche eröffnet. Zum Auftakt spielten „Honey Sweet & The Seven Ups“, die Band der Regnitz-Werkstätten.
„Ist nicht eine Gesellschaft besser, in der alle integriert sind?“ fragte Dr. Florian Janik in seiner Eröffnungsrede. Er wünsche sich viele Besucherinnen und Besucher und „vor allem müssen wir die gewinnen, die eher nicht reingehen würden oder vielleicht Berührungsängste haben“. Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Holger Kiesel, ist überzeugt davon: „Die Ausstellung kann zur Bewusstseinsbildung beitragen, häufig auch mit einem erfrischenden Augenzwinkern.“ Es freue ihn besonders, dass Menschen mit Behinderung selbst zu Wort kommen. Die Ausstellung zeigt viele interessante Exponate, es gibt mediale Inszenierungen und Interaktives. Sie schlägt eine Brücke von der Historie zur Gegenwart. Ort und Öffnungszeiten: Erlanger Stadtmuseum, Martin-Luther-Platz 9, Di, Mi und Fr von 9 bis 17 Uhr, Do 9 bis 20 Uhr, Sa, So und feiertags von 11 bis 17 Uhr.

Mandala-Weltrekord im Schlossgarten: Regnitz-Werkstätten machen mit

Mandala-Fans in den Regnitz-Werkstätten

Im Rahmen des YoMotion Yogafestival soll am Freitag, 12. Juli, die längste Mandalakette der Welt im Schlossgarten hängen und wahrscheinlich klappt es auch mit einem Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Aber am wichtigsten ist: Die Mandalakette steht für Gemeinschaft, Lebensfreude und Frieden. Alle können mitmachen. Mitarbeitende der Regnitz-Werkstätten sind auch schon emsig dabei, Mandalas auszumalen. Uli Kanawin und Carmen Reis (von rechts) helfen mit, die Mandalas nach der Aufhängung im Stadtpark zu zählen. Um 18 Uhr am 12. Juli wird das Ergebnis mit inklusiver Trommelgruppe gefeiert. Abgabeort für die Mandalas sind unter anderem die Filialen der Sparkasse Erlangen-Höchstadt. Weitere Infos hier: https://yomotion.de/mandala-weltrekord-2/

Ausbildung zur „Assistentin im Seniorenheim“ erfolgreich abgeschlossen

Susanne Wagner (links), arbeit erlangen, und Matthias Laue, Werkstattleitung, freuen sich mit Sandra Zeug über ihre bestandene Prüfung zur „Assistentin im Seniorenheim“.

Für die Regnitz-Werkstätten ist es selbstverständlich, ihren Mitarbeitenden auch berufliche Perspektiven sowie Fort- und Weiterbildung anzubieten. Sandra Zeug hat davon profitiert und bekam die Chance, im Berufsbildungsbereich (BBB) der Regnitz-Werkstätten einen einjährigen Zertifikatslehrgang zur „Assistentin im Seniorenheim“ zu absolvieren. Dafür besaß sie die besten Voraussetzungen, denn zuvor hatte sich die 34-Jährige in einem Seniorenheim bereits zur „Betreuungsassistentin für Demenzkranke“ ausbilden lassen. Die Einrichtung konnte sie leider nicht übernehmen.
Nun hat Sandra Zeug ihre Prüfung erfolgreich abgeschlossen, auch anerkannt von der Industrie- und Handelskammer. Die frisch gebackene Assistentin im Seniorenheim freut sich sehr: „Das hat super gepasst, denn ich wollte mich ja noch weiterbilden.“
Ort der Ausbildung war die Förderstätte der Regnitz-Werkstätten, in der Menschen mit schwerer Behinderung, oftmals ältere, begleitet werden. Dort gehörte es unter anderem zu den Aufgaben von Sandra Zeug, einzelnen Beschäftigungsangebote zu machen. Dabei zeigt die freundliche junge Frau viel Geduld, liebevoll geht sie auf die Person ein. „Ich habe gerne Kontakt mit älteren Menschen und verstehe mich mit ihnen gut. Mir gefällt alles an der Arbeit. Ich habe Abwechslung.“ Susanne Wagner, Ausbilderin von Sandra Zeug, war sehr zufrieden mit ihr. „Es ist eine tolle Chance für Menschen mit Behinderung, die in der Werkstatt weiterkommen wollen.“
Der Lehrgang zur „Assistentin im Seniorenheim“ wurde gemeinsam mit Integra Mensch in Bamberg und den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe durchgeführt. Neben der Praxis gehört auch theoretischer Fachunterricht dazu, alle Unterrichtsmaterialien sind in Leichter Sprache erstellt.

Die Lebenshilfe Bozen zu Gast in Erlangen

Die Lebenshilfe-Gäste aus Bozen mit Vertretern der Lebenshilfe Erlangen

Seit einiger Zeit besteht ein reger Austausch zwischen der Lebenshilfe Bozen und der Lebenshilfe Erlangen. Nachdem die Erlanger bereits im Vorjahr in Südtirol waren, sind nun neun Lebenshilfe-Vertreter/innen von dort zu Gast in Franken. Oberbürgermeister Florian Janik hat sie im Rathaus begrüßt.
Die Gäste aus der italienischen Partnerstadt sind fünf Tage hier und besuchen die Frühförderung, die Regnitz Werkstätten und andere Einrichtungen der Lebenshilfe sowie Access. Die Fachleute der beiden Lebenshilfen wollen sich über viele Bereiche vertieft austauschen. Ein wichtiges Thema ist nicht zuletzt die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung.

Danke für Ihre gute Arbeit: 63 Jubilare ausgezeichnet

Jubilarin Anita Rahm, seit 20 Jahren Musikpädagogin in der Werkstatt, mit Lebenshilfe-Vorsitzendem Frank Morell (rechts) und Günter Hammerl, Werkstattrat-Vorsitzender.

An zwei Tagen wurde gefeiert – so viele Jubilare waren es in diesem Jahr. 63 insgesamt aus verschiedenen Einrichtungen einschließlich der Regnitz-Werkstätten. Dazu gehörten auch Mitarbeitende mit Behinderung. Lebenshilfe-Vorsitzender Frank Morell übergab gemeinsam mit Günter Hammerl und Julia Bäcker vom Werkstattrat Blumen und Urkunden an die Jubilare. 25 Frauen und Männer feierten ihr 10-jähriges Arbeitsjubiläum, 17 ihr 20-jähriges und 10 ihr 25-jähriges. Sieben Mitarbeitende sind seit 30 Jahren bei der Lebenshilfe beschäftigt und vier sogar seit 35 Jahren. „Sie alle sind bei der Lebenshilfe wertvoll und wichtig. Ich hoffe, Sie waren überwiegend glücklich und bleiben uns treu“, betonte Frank Morell. Bei Kaffee und Kuchen gab es Gelegenheit, sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Einrichtungen auszutauschen.

Bundesweite Kampagne: #DownIstInNichtOut

Im April soll im Bundestag über Ethik und vorgeburtliche Bluttests geredet werden. Um die Sicht von Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien zu unterstützen, hat die Lebenshilfe die bundesweite Kampagne „Down Ist In – Nicht Out“ gestartet. Sie sagt „Ja zur Vielfalt des menschlichen Lebens“ und fordert mehr Aufklärung, Beratung und Unterstützung für Familien.
In einer Stellungnahme mit 26 weiteren Organisationen spricht sich die Bundesvereinigung Lebenshilfe dagegen aus, den Bluttest auf Down-Syndrom in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen.
Das verstärke die Angst vor Behinderungen und verschärft die Diskriminierung von Menschen mit Beeinträchtigungen in unserer Gesellschaft. Der Druck auf Schwangere „alles zu tun, alles zu testen“ werde erhöht und falsche Hoffnung auf hunderprozentig sichere Testergebnisse geweckt. Auf ihrer Kampagnen-Seiten #DownIstInNichtOut gibt die Lebenshilfe-Bundesvereinigung ausführliche Antworten auf viele Fragen rund um die aktuelle Debatte zum Down-Syndrom-Test.

Tassen mit Wunschmotiv

Unter dem Label „Unikater“ haben die Regnitz-Werkstätten Tassen mit verschiedenen Motiven im Angebot. Die Tassen können auch mit Ihren individuellen Wunschmotiven gestaltet werden. Der Preis liegt zwischen 6.90 und 9.50 Euro. Ebenso produziert die Werkstatt eine Edelstahltasse, die an einen Rucksack gehängt werden kann. Kontakt: stefan.krebs@regnitz-werkstaetten.de, Telefon 09131/767117.

Sabine Grötsch hat die stellvertretende Werkstattleitung übernommen

Sabine Grötsch, stellvertretende Werkstattleitung

2011 fing Sabine Grötsch in den Regnitz-Werkstätten an und seit 2012 leitet sie den Begleitenden Dienst. Nun hat die 52-jährige eine weitere Aufgabe übernommen und ist stellvertretende Leiterin der Werkstatt. „Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich freue mich, jetzt noch mehr für die Werkstatt verantwortlich zu sein.“