Aktion „Herz zeigen“: Lebenshilfe Erlangen und Regnitz-Werkstätten sind dabei

Bis zum 23. September rückt der dm-drogerie markt mit der Aktion „Herz zeigen“ lokales Engagement in den Fokus. Die Erlanger Filiale in der Cumianastraße 1 hat neben einer weiteren Organisation die Lebenshilfe mit den Regnitz-Werkstätten eingeladen, sich zu präsentieren. Die Kunden können in diesem Zeitraum vor Ort mit Herz-Kärtchen für ihren Favoriten stimmen. Das Ergebnis der Abstimmung wird über die Höhe der jeweiligen Spendensumme entscheiden. Keiner der Spendenpartner geht leer aus. Stimmen Sie mit ab!

Eisenbahnfans suchen Raum – Vorführung im Freizeittreff

Die Eisenbahnfans Andreas Hahn (links) und Joachim Zapf

Wir sind Freunde aus den Regnitz Werkstätten in Erlangen und haben eine Interessengemeinschaft für den Aufbau einer Modelleisenbahnanlage (EIG) gegründet.
Vor kurzem haben wir im Freizeittreff der Offenen Behindertenarbeit unsere Modelleisenbahn vorgeführt. Zu beobachten gab es eine Modelleisenbahn in Größe H0 (1:87) und eine in  Größe N (1:160). Dazu konnte man Züge der Deutschen Bundesbahn aus der Zeit von 1960 bis 1980 steuern. Die Besucher haben ein hohes Interesse gezeigt und waren von der aufgebauten Anlage fasziniert. Daher sucht die Interessengemeinschaft weitere Mitglieder.
Außerdem sind die Freunde der EIG weiterhin auf der Suche nach einem Raum für die Eisenbahn und weitere Modellbauaktivitäten. Das kann eine Garage, ein Abstellraum oder ein alter Schuppen sein. Wir freuen uns, wenn Sie sich melden.
Kontakt zur EIG vermittelt die Offene Behindertenarbeit: 09131/9207181.
Andreas Hahn und Joachim Zapf, Mitglieder der Eisenbahngruppe

Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann besuchte die Regnitz-Werkstätten

Von links: Peter Pfann, Werkstattleiter Reha, Frank Morell, Lebenshilfe-Vorsitzender, Matthias Laue, Werkstattleiter Technik, Alexandra Hiersemann und Günter Hammerl, Werkstattrat. In ihrer Mitte: Zainab Haideri, Teilnehmerin im Berufsbildungsbereich

„Ich bin der wichtigste Mann hier. Ich kümmere mich um Fragen der Kollegen,“ betonte Günter Hammerl gegenüber der bayerischen Landtagsabgeordneten Alexandra Hiersemann. Sie war sehr interessiert, was der Mitarbeiter der Regnitz-Werkstätten über seine Aufgabe als Werkstattrat zu erzählen hatte.
Es war bereits ihr zweiter Besuch in der Lebenshilfe-Werkstatt und diesmal lernte sie auch Frank Morell kennen, seit Sommer 2017 neuer Vorsitzender der Lebenshilfe. Im Austausch mit ihm, Günter Hammerl, den Werkstattleitern Matthias Laue und Peter Pfann erfuhr sie viel Wissenswertes über die verschiedenen Arbeits-Bereiche, die Finanzierung und die Lebenshilfe allgemein.
Alexandra Hiersemann berichtete einiges über ihre politische Arbeit im Landtag sowie vor Ort und hob hervor, wie wichtig ihr ein ernsthaftes Miteinander zwischen allen Menschen sei und dass die Gesellschaft nicht auseinander brechen dürfe.
Das Treffen endete mit einem kleinen Rundgang durch die Werkstatt, bei dem die Landtagsabgeordnete den Berufsbildungsbereich, die Lebensmittelkonfektionierung und die Förderstätte kennen lernte.

1000 Euro für Honey Sweet von der Max und Justine Elsner Stiftung

Honey Sweet auf der Rampenschweinerei

Honey Sweet & The 7 Ups haben regelmäßig öffentliche Auftritte. Mit dabei sind auch Gastmusikerinnen und -musiker. Begeistert von der Band der Lebenshilfe und der Regnitz-Werkstätten zeigte sich das Publikum bei der letzten „Rampenschweinerei“ in Fürth. Für die musikalische Arbeit unter Leitung von Anita Rahm erhielten die Honeys  zum wiederholten Mal von der Max und Justine Elsner Stiftung eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Foto: Edda B. Lang

Wachsam für die Menschlichkeit – Protest gegen Anfrage der AFD

Slogan der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Sitz in Berlin ist erschüttert über die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zu schwer behinderten Menschen in Deutschland. Darin möchte die AfD unter anderem wissen: „Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Behinderten seit 2012 entwickelt, insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen?“ Außerdem fragt die Partei, wie viele Fälle der durch Heirat in der Familie entstandenen Behinderungen einen Migrationshintergrund hätten. Damit bereite sie den Boden für Ausgrenzung und gefährde gesellschaftliche Solidarität.
Gemeinsam mit vielen anderen Verbänden hat sich die Bundesvereinigung Lebenshilfe gegen diese Anfrage der AFD gestellt und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung vom 22. April eine Anzeige mit folgendem Text geschaltet:
Es geht uns alle an: Wachsam sein für Menschlichkeit. Wir sind entsetzt über die Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland. Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten.
Es vermittelt sich darüber hinaus die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel.
Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnert damit an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Wir rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen. Wir sagen „Nein“ zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.
Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Honey Sweet & The 7 Ups spielen auf der Rampenschweinerei in Führt

Die Rampenschweinerei ist eine Offene Bühne, auf der Künstler aus allen Sparten etwas darbieten können –  einfach zum Spaß. Sie findet einmal im Monat in der Regel in Fürth statt. Am kommenden Dienstag, 24. April, sind auch „Honey Sweet & The 7 Ups“,  die Band der Regnitz-Werkstätten, mit dabei. Der abwechslungsreiche Abend beginnt um 20 Uhr in der Kofferfabrik, Fürth, Lange Straße 81, U-Bahn Stadtgrenze.

Regnitz-Werkstätten nominiert in der Kategorie exzellent:arbeit – Stand auf der Werkstätten:Messe

Die Regnitz-Werkstätten machen im Rahmen ihrer Produkt-Linie „Fisch mit Hut“ ein besonderes Angebot: Memo-Spiele und Kreisel aus Holz können individuell mit Logos und Fotos bedruckt werden.  Das weckte großes Interesse beim Behindertenwerk Main-Kinzig (BWMK), das seit 2009 die Internetplattform  „derfotobuchladen.de“  betreibt. Das BWMK wollte hier seine Produktpalette durch Holzartikel erweitern und fand in den Regnitz-Werkstätten den idealen Partner.
Seit Anfang des Jahres kooperieren die beiden und haben sich bei der „Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen“ (BAG WfbM) mit ihrer Dienstleistung „Der Fotobuchladen“ um den „exzellent“-Preis 2018 beworben. Dieser wird jedes Jahr anlässlich der Werkstätten:Messe in Nürnberg ausgeschrieben, die nächste Woche am 18. April beginnt. Die Regnitz-Werkstätten und das BWMK gehören zu den Nominierten in der Kategorie „excellent:arbeit“ und werden mit einer Urkunde gewürdigt.
Sie können die Regnitz-Werkstätten vom 18. bis 21. April auf der Messe in Nürnberg besuchen. Sie sind in Halle 12, 341 b, zu finden. Mitarbeiter mit Behinderung zeigen Ihnen, wie sie den brillanten Druck auf das Holz bringen.

Besuch aus dem Libanon

Von links: Werkstattrat Günter Hammerl, Anne Lallemand, Regnitz-Werkstätten, Loulou Amiouny-Rouayheb, Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Müller und Peter Pfann, Werkstattleiter Reha

1200 Einwohner hat Bkeftine und damit ist der Ort die kleinste Gemeinde im Libanon. Dort gibt es seit vielen Jahren eine Schule und eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung. Die etwa 150 Betreuten kommen zur „Wahat Al Farah“ (Oase der Freude) aus der ganzen Umgebung, manche haben eine Anfahrt von zwei Stunden. Loulou Amiouny-Rouayheb, Leiterin der Einrichtung, war im Rahmen des Programms „Kommune zu Kommune“ zu Gast in Erlangen.
Zwei Tage lang hatte Loulou Amiouny-Rouayheb Gelegenheit, die Arbeit der Lebenshilfe kennenzulernen. Die Georg-Zahn-Schule, der Inklusive Kindergarten Röthelheimpark, die Regnitz-Werkstätten und die Jugendfarm standen auf dem Besuchs-Programm. Hier konnte sie für ihre Arbeit im Libanon wertvolle Anregungen gewinnen und sich kollegial austauschen.

Besondere Blume zum Valentinstag aus den Regnitz-Werkstätten

Julia Borchers (links) und Elfriede Heuser (rechts) aus den Regnitz-Werkstätten waren zum Start der Blumenaktion in den Arcaden dabei.

Die Erlangen Arcaden hatten sich in diesem Jahr für eine besondere Blumenaktion am Valentinstag entschieden. Sie beauftragten die Regnitz-Werkstätten der Lebenshilfe Erlangen, 500 Blumen zu basteln. Kein kleiner Auftrag, aber die Leiterin der Seniorengruppe der Regnitz-Werkstätten war sofort Feuer und Flamme. Das sei eine tolle Aufgabe für ihre Leute.
Dazu Vladimir Tinchev, Centermanager der Erlangen Arcaden: „Die Blumen sind wunderschön geworden. Wir freuen uns, dass wir so auf Menschen mit Behinderung und ihre Leistungen aufmerksam machen konnten. Gleichzeitig haben wir unseren Kunden eine Freude bereitet.“
Julia Borchers und Elfriede Heuser, zwei der Seniorinnen aus der Werkstatt, halfen zu Anfang beim Verteilen „ihrer“ Blumen mit. Letztere war gar nicht mehr zu bremsen.
Die Kooperation zwischen den Arcaden und der Lebenshilfe wird im Laufe des Jahres fortgesetzt. So ist der Vorstandsbeirat der Lebenshilfe demnächst zu einem Rundgang in die Arcaden eingeladen. Weil dort umgebaut wird, möchten Vladimir Tinchev und sein Team von Menschen mit Behinderung erfahren, welche Verbesserungen Richtung Barrierefreiheit – zum Beispiel in Bezug auf die Wegweiser – gut wären.

Theaterspiel in der Förderstätte – jeder hat nach seinen Möglichkeiten mitgemacht

„Fichtenbaum und Palme“ ist ein Text von Heinrich Heine und vertont hat ihn Fanny Hensel. Dazu haben (von links) Kevin Eckstein, Anette Linzmaier und Michael Wahl aus der Förderstätte der Regnitz-Werkstätten mit ihrer Betreuerin Tina Stark ein kleines Theaterstück aufgeführt. Jeder bekam seine Aufgabe, war für Ton oder Licht zuständig, und die Kulisse hat Anette Linzmaier gemalt. Das Holzgestell dazu fertigte die Gruppe 4 der Förderstätte.
„Alle haben toll mitgemacht und jeder wird da abgeholt, wo er steht. Je nach Einschränkung probieren wir einfach aus, was möglich ist“, so Gruppenleiter Ulrich Gressmann und Tina Stark. Es war die erste Theaterarbeit in der Förderstätte und weitere soll folgen.