Honey Sweet & The 7 Ups spielen auf der Rampenschweinerei in Führt

Die Rampenschweinerei ist eine Offene Bühne, auf der Künstler aus allen Sparten etwas darbieten können –  einfach zum Spaß. Sie findet einmal im Monat in der Regel in Fürth statt. Am kommenden Dienstag, 24. April, sind auch „Honey Sweet & The 7 Ups“,  die Band der Regnitz-Werkstätten, mit dabei. Der abwechslungsreiche Abend beginnt um 20 Uhr in der Kofferfabrik, Fürth, Lange Straße 81, U-Bahn Stadtgrenze.

Regnitz-Werkstätten nominiert in der Kategorie exzellent:arbeit – Stand auf der Werkstätten:Messe

Die Regnitz-Werkstätten machen im Rahmen ihrer Produkt-Linie „Fisch mit Hut“ ein besonderes Angebot: Memo-Spiele und Kreisel aus Holz können individuell mit Logos und Fotos bedruckt werden.  Das weckte großes Interesse beim Behindertenwerk Main-Kinzig (BWMK), das seit 2009 die Internetplattform  „derfotobuchladen.de“  betreibt. Das BWMK wollte hier seine Produktpalette durch Holzartikel erweitern und fand in den Regnitz-Werkstätten den idealen Partner.
Seit Anfang des Jahres kooperieren die beiden und haben sich bei der „Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen“ (BAG WfbM) mit ihrer Dienstleistung „Der Fotobuchladen“ um den „exzellent“-Preis 2018 beworben. Dieser wird jedes Jahr anlässlich der Werkstätten:Messe in Nürnberg ausgeschrieben, die nächste Woche am 18. April beginnt. Die Regnitz-Werkstätten und das BWMK gehören zu den Nominierten in der Kategorie „excellent:arbeit“ und werden mit einer Urkunde gewürdigt.
Sie können die Regnitz-Werkstätten vom 18. bis 21. April auf der Messe in Nürnberg besuchen. Sie sind in Halle 12, 341 b, zu finden. Mitarbeiter mit Behinderung zeigen Ihnen, wie sie den brillanten Druck auf das Holz bringen.

Besuch aus dem Libanon

Von links: Werkstattrat Günter Hammerl, Anne Lallemand, Regnitz-Werkstätten, Loulou Amiouny-Rouayheb, Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Müller und Peter Pfann, Werkstattleiter Reha

1200 Einwohner hat Bkeftine und damit ist der Ort die kleinste Gemeinde im Libanon. Dort gibt es seit vielen Jahren eine Schule und eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung. Die etwa 150 Betreuten kommen zur „Wahat Al Farah“ (Oase der Freude) aus der ganzen Umgebung, manche haben eine Anfahrt von zwei Stunden. Loulou Amiouny-Rouayheb, Leiterin der Einrichtung, war im Rahmen des Programms „Kommune zu Kommune“ zu Gast in Erlangen.
Zwei Tage lang hatte Loulou Amiouny-Rouayheb Gelegenheit, die Arbeit der Lebenshilfe kennenzulernen. Die Georg-Zahn-Schule, der Inklusive Kindergarten Röthelheimpark, die Regnitz-Werkstätten und die Jugendfarm standen auf dem Besuchs-Programm. Hier konnte sie für ihre Arbeit im Libanon wertvolle Anregungen gewinnen und sich kollegial austauschen.

Besondere Blume zum Valentinstag aus den Regnitz-Werkstätten

Julia Borchers (links) und Elfriede Heuser (rechts) aus den Regnitz-Werkstätten waren zum Start der Blumenaktion in den Arcaden dabei.

Die Erlangen Arcaden hatten sich in diesem Jahr für eine besondere Blumenaktion am Valentinstag entschieden. Sie beauftragten die Regnitz-Werkstätten der Lebenshilfe Erlangen, 500 Blumen zu basteln. Kein kleiner Auftrag, aber die Leiterin der Seniorengruppe der Regnitz-Werkstätten war sofort Feuer und Flamme. Das sei eine tolle Aufgabe für ihre Leute.
Dazu Vladimir Tinchev, Centermanager der Erlangen Arcaden: „Die Blumen sind wunderschön geworden. Wir freuen uns, dass wir so auf Menschen mit Behinderung und ihre Leistungen aufmerksam machen konnten. Gleichzeitig haben wir unseren Kunden eine Freude bereitet.“
Julia Borchers und Elfriede Heuser, zwei der Seniorinnen aus der Werkstatt, halfen zu Anfang beim Verteilen „ihrer“ Blumen mit. Letztere war gar nicht mehr zu bremsen.
Die Kooperation zwischen den Arcaden und der Lebenshilfe wird im Laufe des Jahres fortgesetzt. So ist der Vorstandsbeirat der Lebenshilfe demnächst zu einem Rundgang in die Arcaden eingeladen. Weil dort umgebaut wird, möchten Vladimir Tinchev und sein Team von Menschen mit Behinderung erfahren, welche Verbesserungen Richtung Barrierefreiheit – zum Beispiel in Bezug auf die Wegweiser – gut wären.

Theaterspiel in der Förderstätte – jeder hat nach seinen Möglichkeiten mitgemacht

„Fichtenbaum und Palme“ ist ein Text von Heinrich Heine und vertont hat ihn Fanny Hensel. Dazu haben (von links) Kevin Eckstein, Anette Linzmaier und Michael Wahl aus der Förderstätte der Regnitz-Werkstätten mit ihrer Betreuerin Tina Stark ein kleines Theaterstück aufgeführt. Jeder bekam seine Aufgabe, war für Ton oder Licht zuständig, und die Kulisse hat Anette Linzmaier gemalt. Das Holzgestell dazu fertigte die Gruppe 4 der Förderstätte.
„Alle haben toll mitgemacht und jeder wird da abgeholt, wo er steht. Je nach Einschränkung probieren wir einfach aus, was möglich ist“, so Gruppenleiter Ulrich Gressmann und Tina Stark. Es war die erste Theaterarbeit in der Förderstätte und weitere soll folgen.

Dank Spenden konnten die Honeys neue Schlagzeuge kaufen

Band-Mitglieder beim Einkauf von neuen Instrumenten.

2017 gab es für Honey Sweet & The 7Ups“ Grund zu feiern: Seit dreißig Jahren besteht die Band der Regnitz-Werkstätten und der Lebenshilfe. Zum Jubiläum hat sie von der Werkstatt 300 Euro geschenkt bekommen und von der Max und Justine Elsner Stiftung gab es eine Spende in Höhe von 1500 Euro. Das Geld ermöglichte der Band, bei Thomann zwei neue Schlagzeuge mit den dazugehörigen Transporttaschen, eine Bass-Tasche, Mikrophon-Ständer und verschiedene Kabel zu kaufen. Von Thomann gibt es für die Honeys immer einen Nachlass von 3% oder es werden schon mal einzelne Posten reduziert.

Krapfenschmaus des Lions Club zu Gunsten benachteiligter Kinder

Christine Müller, Mitarbeiterin der Regnitz-Werkstätten, kümmert sich um die Verteilung der Krapfen an die Einrichtungen.

„Sie genießen, wir spenden“ – unter diesem Motto hat der Lions Club Erlangen nun zum 4. Mal im November Krapfen für einen guten Zweck verteilt. Die Route von Gerhard Wangemann führte auch wieder an der Lebenshilfe mit den Regnitz-Werkstätten vorbei. 630 Krapfen hat die Werkstatt entgegen genommen. Die Aktion ist den „Lions Sportkids“ gewidmet. Sie ermöglicht benachteiligten Kindern der Pestalozzischule an zusätzlichen außerschulischen Sport-Angeboten teilzunehmen. Die Bäckerei „Der Beck“ hat zu einem Sonderpreis gebacken und für jeden Krapfen gehen 50 Cent an die „Sportkids“.

Inklusionspreis für das Theater Erlangen, die Firma Wartenfelser und den Hospiz Verein

Die Verleihung des Erlanger Inklusionspreis zeigt immer wieder: Teilhabe behinderter Menschen ist auf vielfältige Weise möglich. Die Auszeichnung 2017 ging an das Theater Erlangen. Laudatorin Ursula Lanig betonte: „Das Theater öffnet sich der gesamten Stadtgesellschaft und geht dabei selbstverständlich den Weg der Inklusion.“ So konnte die Gruppe „Bürger Inklusive“ in diesem Jahr in der „Garage“ spielen. Ebenso können sich Menschen mit Behinderung auf der Internetseite des Theaters in Leichter Sprache informieren.
Willibald Gruber und seine Tochter Kathrin, beide Geschäftsleitung der Wartenfelser  GmbH & CO.KG, haben schon lange eine Zusammenarbeit mit den Regnitz-Werkstätten. Eine Werkstatt-Gruppe arbeitete viele Jahre in der Felix-Klein-Straße in Erlangen mit der Firma Tür an Tür. Nun ist eine Außengruppe mitten im Unternehmen  am neuen Standort Hemhofen eingesetzt. Sabine Dreyer-Hösle sagte in ihrer Laudatio: „Sie geben Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, ein aktiver Teil der Gesellschaft zu sein.“
Die Mitarbeitenden des Hospiz Vereins unterstützen die Lebenshilfe seit vielen Jahren bei der Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern auf ihrem letzten Lebensweg. Professor Dr. Andreas Frewer  freute sich, die Laudatio zu halten: „Es ist mir eine Ehre, weil die Ehrung genau richtig ist.“ Dank gilt den Spendern für das Preisgeld: Siemens, Sparkasse Erlangen und die ABV Versicherungsmakler GmbH.
Diesmal war die Inklusionspreis-Verleihung auch Anlass, mit den mehr als 100 Gästen auf das 20-jährige Bestehen der Stiftung anzustoßen. Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß hielt einen kleinen Festvortrag und lobte das Engagement der Stiftung für „ein Mehr an Lebensqualität für Menschen mit Behinderung“.

Anton Hofreiter (MdB) besuchte die Regnitz-Werkstätten

von links: Holger Schmidt, Jonas Schmidle (beide von Bananeira), Helmut Wening (Grüne), Anton Hofreiter (MdB), Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Müller, Ümit Sormaz, Bananeira, und Matthias Laue, Leitung Regnitz-Werkstätten

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, stattete den Regnitz-Werkstätten einen Besuch ab, um sich über die Kooperation der Firma Bananeira mit der Werkstatt zu informieren. Ein bis zwei Mitarbeiter des Herstellers und Vertriebs von Bio- und Fairtrade-Produkten arbeiten vor Ort Hand in Hand mit den behinderten Mitarbeitenden. Anton Hofreiter machte sich ein Bild von der „inklusiven“ Lebensmittelkonfektionierung, in der abgefüllt und verpackt wird. Besonders interessierte er sich für nachhaltige Verpackung. Hier ist die Firma Bananeira sehr engagiert und sie versucht viel mit Papiertüten zu bewerkstelligen.
Nach der Besichtigung saß man noch eine Weile zusammen und Anton Hofreiter zeigte sich begeistert von den Häppchen aus der Küche der Regnitz-Werkstätten, um so mehr als er erfuhr, dass sie auf Regionalität und Gesundheit achtet.

Selbstverständliches Miteinander beim Inklusiven Marktplatz

Axel Wisgalla, Sprecher vom Forum „Behinderte Menschen in Erlangen“, begrüßte die Gäste des Inklusiven Marktplatzes.

Die Resonanz auf den Standortwechsel zum Rathausplatz und das neue Konzept des „Inklusiven Marktplatzes“ der bislang „Aktionstag“ hieß und 2003 zum ersten Mal stattfand, war durchweg positiv. Bei der Begrüßung betonte Axel Wisgalla vom Veranstalter Forum  „Behinderte Menschen in Erlangen“: „Ein wichtiger Teil von Inklusion ist mitmachen. Auf dem Inklusiven Marktplatz sind alle eingeladen, mitzumachen und sich kennenzulernen.“ Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß wies in ihrem Grußwort darauf hin, der Stadt Erlangen sei es ein großes Anliegen, mit der Inklusion voranzukommen und weitere Hemmnisse abbauen.
Viele Partner aus den unterschiedlichsten Bereichen waren in diesem Jahr mit Info-Ständen und Mitmach-Aktionen dabei: neben den Vereinigungen des Forums, darunter auch die Lebenshilfe, die Gewobau, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, Kreisjugendring und viele mehr. In der kleinen Lades-Halle stellten sich  verschiedene Projekte vor – wie zum Beispiel „Zusammenarbeit und Inklusion“ (ZUSA). Für Musik sorgten Vollgas Connected aus Fürth gemeinsam mit der Erlanger Musikschule und Honey Sweet & The 7Ups. „Bürger Inklusive“ spielten Theater.