Bitte um Spenden für „Wahat Al-Farah“ im Libanon

Förderung für Menschen mit Beeinträchtigung bei „Wahat-al-Farah“

Seit 2018 sind die Stadt Erlangen und die nordlibanesische Kommune Bkeftine durch eine Projektpartnerschaft verbunden. In der aktuellen schweren Krise des Libanons rufen alle Erlanger Projektpartner*innen dazu auf – auch die Lebenshilfe gehört dazu – die Behindertenorganisation „Wahat Al-Farah“ mit Spenden zu helfen. Zurzeit wird dort mit Unterstützung der „Umweltstation Jugendfarm“ eine Einrichtung mit tiergestützter Pädagogik aufgebaut.
Der Libanon befindet sich in einer großen Wirtschaftskrise. Auch unsere libanesischen Partner*innen sind stark davon betroffen. Mit Hilfe des Erlanger Vereins „Freunde der Oase der Freude e.V.“ ist es bisher gelungen, das notwendige Fachpersonal bei Wahat Al-Farah zu halten. Dennoch wird momentan dringend weitere Hilfe benötigt, damit die Kinder, aber auch Mitarbeiter*innen die Schule und die Werkstätten von Wahat Al-Farah mit dem Bus erreichen können. Viele kommen aus den umgrenzenden Gemeinden und müssen oft einen langen Weg auf sich nehmen. Treibstoff ist knapp und teuer. Die Kosten hierfür können nicht von Wahat Al-Farah gedeckt werden und die meisten Familien können sich die Kosten für den täglichen Schulweg nicht mehr leisten.
Die Stadt Erlangen, die Jugendfarm und die Lebenshilfe bitten um Ihre Unterstützung. Der Verein „Freunde der Oase der Freude e.V.“ stellt sicher, dass jeder Euro direkt dort ankommt. Bitte spenden Sie an „Freunde der Oase der Freude e.V.“ über das Online-Spendenportal der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.

Große Freude über Modelleisenbahn

Kurzmitteilung

So viel Aufregung war lange nicht im Konferenzraum des Gemeinschaftlichen Wohnens in der Kitzinger Straße. Ein Spender, der nicht genannt werden möchte, hat der Lebenshilfe seine wunderschöne Mini-Spur-Modelleisenbahn geschenkt und sie persönlich vorbeigebracht. Beim Aufbau waren auch die Experten Joachim Zapf und Andreas Hahn dabei. Die beiden gehören zur Eisenbahn-Interessen-Gemeinschaft (EIG), die sich im Rahmen des Freizeitreffs der Offenen Behindertenarbeit schon vor längerem gegründet hat. (Der Treffpunkt berichtete.)
Mit Spannung beobachteten die Teilnehmenden der Seniorentagesstätte und Thomas Hofmann wie die verschiedenen Züge ans Laufen kamen. Der ehemalige Lebenshilfe-Vorsitzende hatte den Kontakt zum Spender vermittelt. Die Seniorentagesstätte freut sich sehr über dieses tolle Geschenk. „Und ich freue mich, dass ich die Eisenbahn in guten Händen weiß“, so der Spender. Die EIG wird sich um die Pflege kümmern und mit der Seniorentagestätte zusammenarbeiten.

Mit vielen Gästen neue Förderstätte in Spardorf eingeweiht

Der Hof des Buckenhofer Straße 1 in Spardorf füllt sich: Viele Gäste sind gekommen, um bei einem Frühschoppen gemeinsam die neue Förderstätte einzuweihen. „Wir sind sehr glücklich, nicht nur wegen der tollen Räume, sondern auch weil wir hier mittendrin sind“, sagt Einrichtungsleiterin Heike Zitzelsberger auf die Frage von Oberbürgermeister Janik, wie es denn so laufe. In dem Gebäude der Gewobau befinden sich neben der Förderstätte auch Personalwohnungen des Universitätsklinikums und gleich gegenüber liegt ein großes Einkaufszentrum.
Erst im Juli ist die Einrichtung, die zu den Regnitz-Werkstätten gehört, bezogen worden. Dort erleben Erwachsene mit schwerer Behinderung gesellschaftliche Teilhabe. „Alle sind begeistert und mitunter aufgeblüht“, erzählt ein Förderstätten-Mitarbeiter. Die Angehörigen unter den Gästen können das nur bestätigen und sind voll des Lobs.
Ein neues Domizil war dringend notwendig geworden, da das Gebäude in Bruck nicht mehr den Anforderungen entsprach und zu klein geworden war. In den großzügigen und hellen Gemeinschaftszimmern, Werk-, Bewegungs- und Therapie-Räumen bieten sich viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Davon konnte man sich bei Rundgängen in kleinen Gruppen ein Bild machen.
Dem Team um Heike Zitzelsberger ist es ein großes Anliegen, den Menschen mit schwerer Beeinträchtigung eine hohe Lebensqualität und Chancen auf persönliche Entfaltung zu bieten. „Wir sehen hier jeden Tag, dass unseren Klientinnen und Klienten mit hohem Hilfebedarf durch Unterstützung – ohne sie zu bevormunden –  ihr Leben gestalten können“, so Zitzelsberger.

Buchtipp: Berührender Erfahrungsbericht einer Mutter

Ihr Sohn Noah entwickelt sich langsamer als andere Kinder und seine Mutter spürt: Etwas stimmt nicht. Sie möchte eine Antwort auf die Auffälligkeiten ihres Einjährigen haben und begibt sich auf die Suche. Steffi bekommt eine Diagnose und damit Gewissheit. Noah kam mit dem Fragilen X-Syndrom zu Welt. Ihre Erfahrungen als Mutter eines Kindes mit Behinderung, ihre Gefühlswelt und Zerissenheit hat Stefanie Vey in ihrem Buch „Vom Leben überrascht“ beschrieben.
Es ist in Kooperation mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe erschienen. Das Buch mit 156 Seiten kostet 16,90 Euro. ISBN 978-3-86246-169-8. Es kann unter www.lebenshilfe.de/shop/buecher, unter www.neufeld-verlag.de bestellt oder im Einzelhandel erworben werden.

Lebenshilfe freut sich über Spende der Norma-Stiftung

Von links: Stefan Saam und Jörg Hueber von Norma, Katharina Dummet, Romy Dittrich und Kristian Gäbler von der Lebenshilfe

Schon häufiger hat die Manfred-Roth-Stiftung (Norma) besondere Vorhaben für Menschen mit Beeinträchtigung großzügig gefördert. Diesmal ist Verkaufsleiter Jörg Hueber auf die Lebenshilfe Erlangen zugekommen, um eine Spende in Höhe von 3000 Euro anzukündigen. Gemeinsam mit seinem Bereichsleiter Stefan Saam hat er diese persönlich überreicht. „Wir unterstützen gerne die Arbeit Lebenshilfe. Auch unsere Mitarbeitenden haben wir bei der Wahl der zu fördernden Organisation einbezogen.“
Die beiden Herren waren sehr interessiert, mehr über die Einrichtungen und Aktivitäten der Lebenshilfe zu erfahren. Dabei hatten sie auch Gelegenheit, Romy Dittrich und Katharina Dummet kennenzulernen. Letztere ist neben einer Tätigkeit in der Werkstatt-Küche auch auf einem Gemüsehof beschäftigt. Die Lebenshilfe und Stefan Saam wollen in Kontakt bleiben und schauen, wie die Möglichkeiten für ein Praktikum oder einen Außenarbeitsplatz bei der Norma sind.

Neuer Vorstand der Lebenshilfe: Gut für die Zukunft aufgestellt

Von links: Elisabeth Preuß, Christian Kessler und Frank Morell (hinten), Thea Haußner, Ralf Wunderlich, Antje Wiesener, Marion Otto und Sandra Hartmann.

Bei der Mitgliederversammlung (MV) im Redoutensaal stand nach vier Jahren die Wahl des neuen Lebenshilfe-Vorstands an. Vorsitzender bleibt Frank Morell, das neue Mitglied, Dr. Elisabeth Preuß, ist 2. Vorsitzende. Schatzmeister bleibt Christian Kessler. Marion Otto und Ralf Wunderlich sind ebenfalls neu in den Vorstand gekommen. Alle Kandidatinnen und Kandidaten sind ohne Gegenstimmen gewählt worden. Die Lebenshilfe fühlt sich mit dem neuen Vorstand gut für die Zukunft aufgestellt.
Zwei sehr verdiente Vorstandsmitglieder, Karin Werner und Peter Ruppert, sind nicht mehr angetreten. Die beiden haben viele Jahre die Entwicklung der Lebenshilfe begleitet, mitgeprägt und dazu beigetragen, die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigung in Erlangen und im Landkreis zu verbessern.
Christian Kessler betonte auf auf der MV: „Bei uns steht nicht der Gewinn im Fokus, sondern der Mensch, und das ist gut so.“ Dennoch sei es wichtig, dass die Zahlen stimmen und „unser Verein steht finanziell gut da, auch dank vieler Spenden und zwei größeren Erbschaften“. Der Empfehlung, den Vorstand zu entlasten, sind die Mitglieder nachgekommen.

Ich bin mit meinem Leben zufrieden

Auszubildender Marius Beyer, rechts, und Werkstatt-Mitarbeitender Benni Dirr

Marius Beyer macht in der Lebenshilfe Erlangen eine kaufmännische Ausbildung. Gerade hat er vier Wochen den Bereich Öffentlichkeitsarbeit kennengelernt und ein kleines Porträt über Benny Dirr geschrieben:
Der junge Mann arbeitet in den Regnitz-Werkstätten und kommt aus Erlangen. „Ich wohne noch bei meinen Eltern, nicht weit von hier“. Dem 26-Jährigen gefällt die Arbeit in den Regnitz-Werkstätten und er findet sie abwechslungsreich. Seit 2014 arbeitet Benny Dirr dort, begonnen hat er im Berufsbildungsbereich (BBB). Was ist zurzeit Ihr Aufgabenbereich? „Ich arbeite an der Waage und wiege Schrauben ab, packe sie in Plastiktüten. Das ist für einen Firmen-Auftrag.“
In seiner Freizeit schaut Benni Dirr gerne fern, am liebsten Nachrichten. „Mein Hobby ist auch Musik hören, egal von welcher Musikgruppe oder Musikrichtung. Am Ende des Interviews betonte der Werkstattmitarbeiter: „Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden, so wie es ist.“

Mindestens 3500 Schritte täglich zu Gunsten der Lebenshilfe Erlangen

Stefan Leidenberger, Siemens Healthineers, (von links) mit Stefan Ziska und Michael Vogel von der Lebenshilfe

Wegen der Corona-Pandemie wird bei Siemens Healthineers seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 immer noch im Home-Office gearbeitet. Um die 150 Mitarbeitenden der Abteilung Enterprise Services zur Bewegung zu motivieren, hat die Leitung Anfang des Jahres eine „Winter Challenge“ ausgerufen. Es galt, mindestens 3500 Schritte am Tag zu gehen und am besten mehr. Die Anzahl aller Schritte der Einzelnen ist täglich über drei Monate festgehalten worden und jeder Lauf-Monat diente einem anderen guten Zweck.
Die Lebenshilfe freut sich, dass die Mitarbeitenden sich dafür entschieden hatten, auch die Lebenshilfe Erlangen zu bedenken. Persönlich überreichte Stefan Leidenberger einen symbolischen Scheck in Höhe von 3000 Euro an Michael Vogel, stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe, und Stefan Ziska, der am Empfang der Lebenshilfe einen Außenarbeitsplatz der Regnitz-Werkstätten hat. Der junge Mann erzählte von seiner Arbeit und Stefan Leidenberger hörte interessiert zu. Ebenso war er neugierig, etwas über die Arbeit in der Lebenshilfe zu erfahren und ihre Situation in der Pandemie.

Petition gegen Entwurf zur neuen Pflegereform unterzeichnen

Familien wären besonders von der Pflegereform im jetzigen Entwurf benachteiligt. Foto: Lebenshilfe/David Maurer

Das Bundesgesundheitsministerium plant für 2021 eine Pflegereform. Der bekannt gewordene Entwurf von Jens Spahn stößt bei Fachverbänden und Familien auf große Verärgerung. Vorgesehen ist darin, dass ein Teil der sogenannten Verhinderungspflege künftig nicht mehr für die stundenweise Betreuung zur Verfügung steht, sondern der stationären Betreuung bei längerer Verhinderung der Pflegeperson vorbehalten bleibt. Maximal 40% des Gesamtjahresbetrags sollen nur noch für die stundenweise Betreuung zur Verfügung stehen und damit z.B. auch für unseren Familienentlastenden Dienst.
Gerade für Familien mit einem behinderten Kind ist dies eine immense Verschlechterung. Für sie ist es von besonderer Bedeutung, Verhinderungspflege stundenweise in Anspruch nehmen zu können. Hierdurch kann regelmäßige oder kurzfristige Ersatzbetreuung im Pflege- und Familienalltag realisiert werden. Außerdem ist dies für viele Familien die einzige Möglichkeit, überhaupt Verhinderungspflege geltend zu machen, da es insbesondere für Kinder, aber auch für Erwachsene mit hohem Unterstützungsbedarf nicht genügend stationäre Ersatzpflegeangebote gibt.
An vielen Stellen macht sich inzwischen Protest gegen diese Pläne breit und es gibt nun unter www.openpetition.de/!pflegereform eine Petition mit dem Titel „Keine Einschränkung der Flexibilität von Verhinderungspflege durch die Pflegereform 2021“. Es wäre gut, wenn viele diese Petition unterstützen würden.

Frühjahrsputz im Inklusiven Waldkindergarten

Das alte Ästehaus wird mit einem gründlichen Frühjahrsputz aus dem Winterschlaf geweckt.

Der Winter hat so manchen Spielort im Wald verändert. Die Wurzelkinder des Inklusiven Waldkindergartens Eckenhaid suchten bekannte sowie neue Plätze auf und nutzen die aufkeimende Frühlingsenergie, um vieles wieder auf Vordermann zu bringen. Nebenher kann auch mal hoch hinaus geklettert werden. Das Zusammensein in der Natur und warme Sonnenstrahlen tun allen richtig gut.