Lebenshilfe bildet auch aus: Ich habe das Richtige für mich gefunden

Sina Barth macht gerade ihr Zweites Sozialpädagogisches Jahr und möchte Erzieherin werden.

Sina Barth macht gerade ihr Zweites Sozialpädagogisches Seminar (SPS 2). Das umfasst die Praxis im Inklusiven Kindergarten Büchenbach und alle zwei Wochen drei Tage Schule an der Fachakademie Diakoneo.
Die heute 19-jährige hat nach der Waldorfschule zunächst die Wirtschaftsschule besucht und dann halbherzig eine Ausbildung zur Industriekauffrau begonnen. „Das war nichts für mich und ich habe abgebrochen. Ich wusste zwar noch nicht richtig, wie es weitergehen soll, aber ich mag schon immer kleine Kinder.“
So entschied sie sich zunächst für ein dreimonatiges bezahltes Praktikum in einer Kinderkrippe und dort hat sie gleich im Anschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Danach war ihr klar: „Ich habe das Richtige für mich gefunden“.
Das FSJ wurde ihr als SPS1 anerkannt, mit dem Ende des SPS2 im Sommer dieses Jahres ist sie Kinderpflegerin. Danach folgen drei Jahre bis zum Abschluss Erzieherin. Wenn die Schulnoten stimmen, hat man damit auch das Fachabitur in der Tasche.
Die Arbeit im Inklusiven Lebenshilfe-Kindergarten Büchenbach gefällt ihr sehr gut: „Ist nochmal ein neuer Bereich. Manche der Kinder mit Behinderung brauchen mehr Aufmerksamkeit, da muss man aufpassen, dass die anderen nicht zu kurz kommen. Wir sind aber personell gut aufgestellt.“ Sina Barth fühlt sich wohl im Team und „mit meiner Chefin habe ich großes Glück“. Christine Mattke achte darauf, dass ich voll in der Gruppe integriert bin und nicht etwa die Küche- oder Wäsche-Praktikantin bin.
Die Arbeit mit den Kindern erfüllt Sina Barth und „das Wichtigste für mich ist, dass die Kinder sich bei und mit mir wohlfühlen. Und sie sollen etwas von mir lernen, im sozialen und im pädagogischen Bereich.“  
Die Lebenshilfe bildet auch in der Heilerziehungspflege aus und bietet Plätze für das Duale Studium Soziale Arbeit.

Maskenanprobe und Abstandsmessung

Drei Kolleginnen aus unseren Inklusiven Kindergärten: Abstandskontrolle mit Zollstock …

Mehr Mädchen und Jungen können nun wieder die Kindergärten der Lebenshilfe besuchen, denn die Notbetreuung wurde erweitert. (Siehe auch Infos dazu im Startartikel.) Erarbeitete Hygienekonzepte geben vor, welche Regeln eingehalten werden müssen.

20 Jahre gemeinsame Förderung von Kindern mit und ohne Behinderung

SONY DSCMit 250 Gästen feierten der integrative Kindergarten der Lebenshilfe und der Montessori Kindergarten ein großes Geburtstagsfest. Auf 20 Jahre blicken die beiden benachbarten Häuser in Erlangen-Büchenbach zurück. Christine Mattke, Leiterin des Lebenshilfe-Kindergartens, und Christine Irrgang, Leiterin des Montessori Kindergartens, berichteten über die positive Entwicklung ihrer Einrichtungen. Jeder Tag der Arbeit mit den Kindern mache Freude und bringe Besonderheiten mit sich.
Stefan Müller, Geschäftsführer der Lebenshilfe, betonte: „Es ist eine 20-jährige Erfolgsgeschichte der gemeinsamen Förderung von Kindern mit und ohne Behinderung.“
Grüße der Stadt in Vertretung des Bürgermeisters überbrachte Stadträtin Birgitt Aßmuss. Auch weitere Stadträte zählten zu den Besuchern.
Im Mittelpunkt aber standen die Kinder. Bevor es an verschiedenen Stationen ans Spielen und Toben ging – präsentierten sie ein Lied. Ein Quiz führte durch beide Häuser, um an den Informations-Pinnwänden Antworten zu finden und Preise zu gewinnen.

Gemeinsam kochen macht Spaß

Kochenim Kindergarten„Wo wachsen die Bohnen?“, fragt Christine Mattke, Leiterin im integrativen Lebenshilfe-Kindergarten Büchenbach. „Am Strauch!“, sagt ein kleines Mädchen stolz. „Und was braucht man zum Kartoffeln schälen?“ Auch da kommt eine prompte Antwort: „Einen Schäler!“ Heute wird Suppe gekocht – mit Bohnen, Kartoffeln, Paprikaschoten, Zwiebeln und mehr. Alle sind eifrig und geschickt dabei, das Gemüse in kleine Stücke zu schneiden. Das gemeinsame Kochen macht den Kindern großen Spaß. Einige Tage zuvor hat der Kindergarten mit einer kleinen Andacht Erntedank gefeiert. Die Kinder sollten dabei nicht zuletzt erfahren, dass es gilt, dankbar für die Gaben der Natur zu sein und es keinesfalls selbstverständlich ist, genug zu essen zu haben.