Fairste Fußballmannschaft beim landesweiten Turnier

Unter dem Motto „Wir bleiben am Ball“ spielte beim mittlerweile 37. landesweiten  Fußballturnier der Menschen mit Behinderungen auch die Mannschaft der Regnitz-Werkstätten mit. Für das bayerische Finale hatten sich 20 Mannschaften in den Vorrunden in fünf Leistungsklassen qualifiziert. Die Regnitz-Werkstätten kamen in der B-Liga auf den 4. Platz. Zusätzlich wählte eine Jury sie als fairste Mannschaft des Turniers aus. Kriterien dafür sind zum Beispiel: Werden Regeln eingehalten? Wird gefault? Entschuldigt man sich, wenn gefault wird? Die Auszeichnung umfasste auch einen Gutschein für ein Spiel beim FC Ingolstadt.
Das Landesweite Fußballturnier wird seit 1983 von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) und der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern veranstaltet.

Offene Hilfen feiern 30 Jahre auf dem Weg zur Inklusion

Das Team der Offenen Hilfen präsentiert ein selbst geschriebenes Lied.

Seit 30 Jahren setzen die Offenen Hilfen auf Begegnung, Begleitung und Unterstützung. Gemeinsam mit vielen Gästen haben sie ihr Jubiläum im Pacelli-Haus gefeiert. „Ich bedanke mich herzlich für Ihre Arbeit. Sie öffnet so viele Türen“, sagte Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß in ihrem Grußwort. Lebenshilfe-Vorsitzender Frank Morell lobte das Leistungsspektrum der Offenen Hilfen, das die Freizeitangebote der Offenen Behindertenarbeit (OBA), die Wohnassistenz, den Familienentlastenden Dienst und die Beratung umfasst.
Die Selbstvertreter-Gremien – OBA- und Assistenz-Rat – bedankten sich beim Team der Offenen Hilfen. Vor allem der Freizeittreff ist sehr beliebt: „Hier können wir zusammen Zeit verbringen.“ Der neue Leiter Andy Bernard betonte, wie wichtig es ihm sei, mit den Selbstvertretern zusammenzuarbeiten.
Die Kehlköpfe und die Trommelgruppe „Drum for Fun“ sorgten für beste Stimmung. Die Schauspieler des „Ensemble Extraordinaire“ mischten sich später unter die Gäste, trieben ihre Späße und die OBA-Eisenbahngruppe ließ Züge fahren. Anlässlich des Jubiläums ist noch bis zum 31. Juli eine Ausstellung mit Bildern von Lebenshilfe-Künstlern im Pacellihaus zu sehen: Erlangen, Sieboldstraße 3, Montag – Freitag 9 bis 20 Uhr.

Buntes Treiben auf dem Rathausplatz

Begrüßungsworte von Forums-Sprecher Kristian Gäbler (links), Anna Gabriel und Günter Hammerl, Vorstandsbeirat der Lebenshilfe

„Ja zu Vielfalt“ hieß es beim Rathausplatz-Fest des Forums „Behinderte Menschen in Erlangen“ und dieses Motto ging auf. Es herrschte buntes Treiben. Auf der Bühne traten die Band Honey Sweet & The Seven Ups, das Gehörlosentheater „Thow and Show“ sowie die inklusive Klasse der Georg-Zahn- und der Michael-Poeschke-Schule auf. Auch die vielen Mitmachaktionen kamen gut an. Vertreter/innen der Behindertenverbände und ihre Partner in Sachen Inklusion wie die Stadtbibliothek und die Volkshochschule gaben gerne Auskunft über ihre Arbeit.
Das Fest eröffnete Forums-Sprecher Kristian Gäbler mit Anna Gabriel und Günter Hammerl vom Vorstandsbeirat der Lebenshilfe. Sie betonten: „ Alle Menschen sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“ Ganz wichtig dafür sei die Verwendung von Leichter Sprache in allen Bereichen.
Oberbürgermeister Janik bedankte sich beim Forum und sagte: „Es ist vor allem Ihr Verdienst, dass wir in Erlangen schon so weit gekommen sind.“ Das Fest mitten in der Stadt sei ein schönes Symbol für die Inklusion.

Ausstellung „BarriereSprung“ im Erlanger Stadtmuseum eröffnet

„Honey Sweet & The Seven Ups“ spielten zur Eröffnung der Ausstellung.

Bis zum 6. Januar 2020 ist die Ausstellung „BarriereSprung – Vom Leben mit Behinderung“ im Erlanger Stadtmuseum zu sehen. Gerade wurde sie mit vielen Gästen in der Altstädter Kirche eröffnet. Zum Auftakt spielten „Honey Sweet & The Seven Ups“, die Band der Regnitz-Werkstätten.
„Ist nicht eine Gesellschaft besser, in der alle integriert sind?“ fragte Dr. Florian Janik in seiner Eröffnungsrede. Er wünsche sich viele Besucherinnen und Besucher und „vor allem müssen wir die gewinnen, die eher nicht reingehen würden oder vielleicht Berührungsängste haben“. Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Holger Kiesel, ist überzeugt davon: „Die Ausstellung kann zur Bewusstseinsbildung beitragen, häufig auch mit einem erfrischenden Augenzwinkern.“ Es freue ihn besonders, dass Menschen mit Behinderung selbst zu Wort kommen. Die Ausstellung zeigt viele interessante Exponate, es gibt mediale Inszenierungen und Interaktives. Sie schlägt eine Brücke von der Historie zur Gegenwart. Ort und Öffnungszeiten: Erlanger Stadtmuseum, Martin-Luther-Platz 9, Di, Mi und Fr von 9 bis 17 Uhr, Do 9 bis 20 Uhr, Sa, So und feiertags von 11 bis 17 Uhr.

Mandala-Weltrekord im Schlossgarten: Regnitz-Werkstätten machen mit

Mandala-Fans in den Regnitz-Werkstätten

Im Rahmen des YoMotion Yogafestival soll am Freitag, 12. Juli, die längste Mandalakette der Welt im Schlossgarten hängen und wahrscheinlich klappt es auch mit einem Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Aber am wichtigsten ist: Die Mandalakette steht für Gemeinschaft, Lebensfreude und Frieden. Alle können mitmachen. Mitarbeitende der Regnitz-Werkstätten sind auch schon emsig dabei, Mandalas auszumalen. Uli Kanawin und Carmen Reis (von rechts) helfen mit, die Mandalas nach der Aufhängung im Stadtpark zu zählen. Um 18 Uhr am 12. Juli wird das Ergebnis mit inklusiver Trommelgruppe gefeiert. Abgabeort für die Mandalas sind unter anderem die Filialen der Sparkasse Erlangen-Höchstadt. Weitere Infos hier: https://yomotion.de/mandala-weltrekord-2/

Spenden für zwei wichtige Anliegen

Matthias Frühwald, Firmenkundenbetreuer der Sparkasse Erlangen-Höchstadt, und Christian Gäbler (rechts), Geschäftsführer der Lebenshilfe Erlangen

Mit der Aktion „Stifte stiften“ finanziert die Lebenshilfe allein aus Spenden vier zusätzliche Ausbildungsplätze für Heilerziehungspfleger/innen in ihren Wohnstätten. Gerade dort besteht ein dringender Bedarf an Fachkräften und die zusätzlichen Auszubildenden verbessern die Betreuungssituation. Die Sparkasse Erlangen-Höchstadt spendet jährlich 3500 Euro für „Stifte stiften“. Ebenso ist sie Partner für die Verleihung des Erlanger Inklusionspreises. Auch 2019 hat die Stiftung Lebenshilfe Erlangen zur Finanzierung des Preisgeldes 750 Euro von der Sparkasse erhalten.

Spiel und Spaß beim Fest der Begegnung: 1327 Euro Erlös

Auch Hippo hat beim Fest der Begegnung mitgefeiert und kam bei Groß und Klein gut an.

„Spiele(n) ohne Grenzen“ hieß es beim Fest der Begegnung, das die Lebenshilfe Erlangen und das Novotel Erlangen seit sechs Jahren gemeinsam veranstalten. Bei den vielen Spielstationen einschließlich der Hotelrally kam keine Langeweile auf. 1327 Euro betrug diesmal der Erlös für die Lebenshilfe aus Speisen und Getränken. Die Gäste schätzten die schöne Atmosphäre. Auch dem Musikduo „Heiter & Schatz“ fiel dies auf. Es herrsche hier eine besondere Stimmung.
Inklusiv ging es auch in der Küche zu: Zwei Köche der Regnitz-Werkstätten halfen bei der Vorbereitung und betreuten den Grillstand mit.
Neben dem Novotel-Team trugen viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu einem reibungslosen Ablauf bei. Dazu zählten Schülerinnen und Schüler der Ernst-Penzoldt-Schule, das Deutsch-Französische Institut Erlangen, Kaspars Paegle vom Verein Novuss Sport ohne Barrieren e.V., Sebastian Schöner sowie der Erlanger Verein Atlético.

Ausbildung zur „Assistentin im Seniorenheim“ erfolgreich abgeschlossen

Susanne Wagner (links), arbeit erlangen, und Matthias Laue, Werkstattleitung, freuen sich mit Sandra Zeug über ihre bestandene Prüfung zur „Assistentin im Seniorenheim“.

Für die Regnitz-Werkstätten ist es selbstverständlich, ihren Mitarbeitenden auch berufliche Perspektiven sowie Fort- und Weiterbildung anzubieten. Sandra Zeug hat davon profitiert und bekam die Chance, im Berufsbildungsbereich (BBB) der Regnitz-Werkstätten einen einjährigen Zertifikatslehrgang zur „Assistentin im Seniorenheim“ zu absolvieren. Dafür besaß sie die besten Voraussetzungen, denn zuvor hatte sich die 34-Jährige in einem Seniorenheim bereits zur „Betreuungsassistentin für Demenzkranke“ ausbilden lassen. Die Einrichtung konnte sie leider nicht übernehmen.
Nun hat Sandra Zeug ihre Prüfung erfolgreich abgeschlossen, auch anerkannt von der Industrie- und Handelskammer. Die frisch gebackene Assistentin im Seniorenheim freut sich sehr: „Das hat super gepasst, denn ich wollte mich ja noch weiterbilden.“
Ort der Ausbildung war die Förderstätte der Regnitz-Werkstätten, in der Menschen mit schwerer Behinderung, oftmals ältere, begleitet werden. Dort gehörte es unter anderem zu den Aufgaben von Sandra Zeug, einzelnen Beschäftigungsangebote zu machen. Dabei zeigt die freundliche junge Frau viel Geduld, liebevoll geht sie auf die Person ein. „Ich habe gerne Kontakt mit älteren Menschen und verstehe mich mit ihnen gut. Mir gefällt alles an der Arbeit. Ich habe Abwechslung.“ Susanne Wagner, Ausbilderin von Sandra Zeug, war sehr zufrieden mit ihr. „Es ist eine tolle Chance für Menschen mit Behinderung, die in der Werkstatt weiterkommen wollen.“
Der Lehrgang zur „Assistentin im Seniorenheim“ wurde gemeinsam mit Integra Mensch in Bamberg und den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe durchgeführt. Neben der Praxis gehört auch theoretischer Fachunterricht dazu, alle Unterrichtsmaterialien sind in Leichter Sprache erstellt.

Neues Pferd für die Jugendfarm

Von links: Dr. Martin Schneider und Thomas Hofmann vom Lions Club, Eva Kneißl, Leiterin der Jugendfarm und Andy Bernard, Leiter Offene Hilfen der Lebenshilfe

Dank einer großzügigen Spende von 3.500 Euro des Lions Club Erlangen konnte die Erlanger Jugendfarm ihr tiergestütztes Angebot um ein Pferd erweitern. Der 7-jährige Isländer „Skjanni“ wird gerade für die pädagogische Arbeit ausgebildet. Die Lebenshilfe Erlangen ist Kooperationspartner der Jugendfarm und viele Menschen mit Behinderung nutzen das inklusive Angebot.

Wurzelkinder im Naturgarten bei Feen und anderen Wesen

Die Kinder des Inklusiven Waldkindergartens besuchten Mirjami Armänen. Mit großer Begeisterung lauschten die Wurzelkinder den Geschichten der Künstlerin. In ihrem Naturgarten befinden sich geheimnisvolle Wesen und außerirdische Familien. Drei Feen bewachen den Garten und im Gartenhaus feiert das Volk der Recylingkunst aus verschiedensten Abfallmaterialien seine Feste.