Hoher Besuch in der Partnerklasse an der Michael-Poeschke-Schule

(von links) Lehrerin Ruth Burger und Lehrer Daniel Stenger sowie Kinderpflegerin Karin Preßlein, Anna Steinert-Neuwirth, Referentin für Bildung, Kultur und Jugend, OB Florian Janik, Bürgermeisterin  Elisabeth Preuß, Martin Knötzinger, Rektor Poeschke-Schule, Marika Ollet, stellvertr. Leiterin Georg-Zahn-Schule, und Cornelia Schindler vom Staatlichen Schulamt

Gemeinsam lernen ist möglich: Das zeigt die inklusive Partnerklasse an der Erlanger Michael-Poeschke-Grundschule in Kooperation mit der Georg-Zahn-Schule der Lebenshilfe eindrucksvoll. Seit dem Schuljahr 2018/19 besteht diese erste Klasse, in die die 14 Kinder ohne und sieben Kinder mit Behinderung gehen. Schon jetzt ist es eine Erfolgsgeschichte. Die Mädchen und Jungen profitieren voneinander und haben eine tolle Klassengemeinschaft. Es sei erstaunlich, wie schnell sich die Kinder gefunden haben, so Lehrer Daniel Stenger von der Georg-Zahn-Schule der Lebenshilfe Erlangen.

Wie gut das gemeinsame Lernen funktioniert, davon konnten sich jetzt auch Oberbürgermeister Dr. Florian Janik, Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, Cornelia Schindler vom Staatlichen Schulamt und Anna Steinert-Neuwirth, Referentin für Kultur, Bildung und Jugend überzeugen. Nachdem die Klasse den Besuch mit einem fröhlichen Lied begrüßt hat, begann der Unterricht. Zum Konzept gehören hier weniger Frontalunterricht, dafür offenere Arbeitsformen, mehr Anschaulichkeit, mehr Bewegung, mehr Handlungsorientierung. Die Gruppe hatte Gelegenheit, sich davon ein Bild zu machen. Mit den Schulleitungen saß man danach noch zusammen, um über die Weiterentwicklung der Partnerklasse und der Inklusion an der Poeschke-Schule zu sprechen.

Upcycling in den Regnitz-Werkstätten

150 Taschen entstehen für die Metropolregion Nürnberg aus einem Werbebanner.

Im Januar kam die Metropolregion Nürnberg mit einem interessanten Upcycling-Auftrag auf die Regnitz-Werkstätten der Erlanger Lebenshilfe zu. Aus einem Werbebanner des Nürnberg Digital Festival 2018 in der Größe von 17 x 7, 8 Metern sollen 150 Taschen entstehen. Das Banner ist nicht nur beschriftet, sondern auch mit einem überdimensionalen Selbstporträt von Dürer bedruckt.

Die Seniorengruppe der Regnitz-Werkstätten, bekannt für ihre Kreativität sowie Nähkünste, hat bereits mit der Produktion begonnen. Das ist nicht nur ein schöner Auftrag, sondern auch eine gute Werbung für die Werkstatt, denn die Taschen werden mit einem Hinweis auf die Herstellung versehen.

Besonders gefreut haben sich die Mitarbeitenden der Seniorengruppe über den Besuch von Eva Gansen vom Nürnberg Digital Festival mit den Kameramännern Fidel Kazman und Jacob Summa von endlosMedia aus Erlangen. Letztere haben Aufnahmen von der Taschenproduktion gemacht. Die Taschen werden bei einer Delegationsreise der Metropolregion Nürnberg verwendet.

Die Lebenshilfe Erlangen trauert um ihren Gründer Heinrich Groh

Auch nach seiner offiziellen Lebenshilfezeit war Heinrich Groh dem Verein verbunden, hat regelmäßig die Mitgliederversammlungen besucht.

Vor fast 60 Jahren hat Heinrich Groh mit anderen Eltern, Fachleuten und Unterstützern die Lebenshilfe Erlangen gegründet, die erste in Bayern. Er hatte eine Tochter mit Behinderung, die 1955 auf die Welt kam. Sie wurde nur knapp sechs Jahre alt. Aber auch nach ihrem frühen Tod hat der Vater sich weiter in der Lebenshilfe engagiert und nach und nach Dienste und Einrichtungen aufgebaut. Insgesamt 33 Jahre war der Ingenieur Heinrich Groh im Vorstand. Er erhielt dafür das Bundesverdienstkreuz und die Goldene Ehrennadel der Bundesvereinigung Lebenshilfe.
Anlässlich seines 90igsten Geburtstags im September 2017 hat er auf seine Lebenshilfe-Zeit und die Anfänge zurückgeblickt. Er betonte: „Wir waren mit unseren behinderten Kindern auf uns alleine gestellt. Einrichtungen gab es keine. Der Krieg und die menschenverachtende Politik der Nazis, die Begrifflichkeit des so genannten unwerten Lebens lag noch nicht lange zurück. Viele Eltern von behinderten Kindern haben sich auch in den fünfziger Jahren und Anfang der 60iger geschämt und noch nicht getraut, mit ihrem Kind in die Öffentlichkeit zu gehen.“
Auch nach der aktiven Zeit hat Heinrich Groh über alle Jahre Anteil an der Entwicklung „seiner“ Lebenshilfe genommen. Nun ist er gestorben und die Lebenshilfe Erlangen trauert um ihren Gründer.

Das Leben im Wald vermisst

Das neue Jahr begrüßte die Wurzelkinder mit Schnee. Begeistert wagten sie die erste Rodelpartie und kochten Schneesuppdsfsdfe. Andrea Dautremay, Leiterin des Inklusiven Waldkindergartens, bekräftigte: „Nicht nur die Kinder haben das Leben im Wald über die Ferien vermisst.“ Auch die Erzieherinnen genießen die Winterstimmung in der Natur. Alle gemeinsam freuen sich auf den neuen Jahreskreis in ihrem Waldkindergarten.

Ein Herz für die Kinder der Frühförderung

Auch 2018 haben die Mitarbeitenden der Firma IFS Deutschland Mädchen und Jungen beschenkt, die von der Lebenshilfe-Frühförderung betreut werden. „Die Kinder freuen sich immer sehr, dass ihnen ein Wunsch erfüllt wird“, so Ruth Zeiß, Leiterin der Frühförderung. Sie und Ihre Kolleginnen bedanken sich herzlich für das treue Engagement von IFS.

Weihnachtsaktion der Regnitz-Werkstätten in den Arcaden

Elfriede Hartmann (links) und Elfriede Heuser aus den Regnitz-Werkstätten haben den Engel gerne in ihre Mitte genommen.

300 Weihnachtssterne hat die Seniorengruppe der Regnitz-Werkstätten für den Nikolaustag in den Arcaden gefertigt. In Begleitung eines Engels haben die Mitarbeiterinnen mit Behinderung, Elfriede Hartmann und Elfriede Heuser, die Sterne an Kunden verteilt. Das war für die beiden etwas ganz Besonderes. Die Kunden haben sich gefreut, mit dem einen oder anderen kamen die Damen ins Gespräch. Schon länger gibt es eine gute Partnerschaft mit dem Centermanagement der Arcaden, die mit solchen Aktionen gerne auf die Leistungen von Menschen mit Behinderung in der Lebenshilfe aufmerksam machen.

Treue Partner von „Stifte stiften“ haben insgesamt 18.500 Euro gespendet

Seniorbewohner der Lebenshilfe Erlangen: Gerade die älteren Menschen mit Behinderung profitieren von den vier zusätzlichen Auszubildenden durch „Stifte stiften“.

Seit vielen Jahren unterstützen die Sparkasse Erlangen, der Lions Club Erlangen, der Erlanger Leo Club Markgraf, die Elo Mineral Öl KG und die Nürnberger Königs Apotheke das Projekt „Stifte stiften“.  2018 ist hier insgesamt eine Spendensumme von 17 000 Euro zusammen gekommen. Erstmalig in diesem Jahr hat die Hildegard und Toby Rizzo-Stiftung die Lebenshilfe Erlangen bedacht und 1500 Euro für „Stifte stiften“ gespendet.
Mit „Stifte stiften“ finanziert die Lebenshilfe Erlangen allein durch Spenden vier zusätzliche Ausbildungsplätze für Heilerziehungspflegerinnen und  -Pfleger in ihren Wohnstätten. Dadurch verbessert sich die Betreuungsqualität und gleichzeitig bietet die Lebenshilfe jungen Menschen eine berufliche Perspektive.
Nur durch zuverlässige Partner hat die Lebenshilfe eine solide Basis, um das Projekt „Stifte stiften“ weiterzuführen. Über weitere Unterstützer und Einzelspenden würden wir uns freuen. Klicken Sie hier

Erlanger Inklusionspreis 2018 verliehen

Die Preisträger 2018 und ihre Laudatoren

„Die Verleihung des Inklusionspreises zeigt auch in diesem Jahr, wie viel unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, Inklusion umzusetzen und zu leben“, so Hermann Requardt, Vorsitzender der Stiftung Lebenshilfe Erlangen. Wieder erhielten drei Preisträger die Auszeichnung für das vorbildliche Engagement, Menschen mit Behinderung gesellschaftlich teilhaben zu lassen:
Einer von ihnen ist Peter Sehrbrock, der für die Abteilung „Grünunterhalt“ bei der GEWOBAU verantwortlich ist. Ein Praktikum bei ihm führte zur Festanstellung von Morris Handkammer, der früher in den Regnitz-Werkstätten gearbeitet hat.
Familie Ungerer hat den Preis bekommen, weil sie ihr Pflegekind, bei dem sich nach und nach eine schwere Behinderung herausgestellt hat, selbstverständlich in ihre Familie aufgenommen hat.
Ebenfalls geehrt wurde Kaspars Paegle, Vorsitzender des Vereins „Novuss Sport ohne Barrieren“. Zudem ging die Initiative für die inklusive Route bei der Rädli von ihm aus. Für das Preisgeld geht der Dank an die Spender Sparkasse Erlangen, Siemens, ABV Versicherungsmakler GmbH.

Kristian Gäbler ist neuer Geschäftsführer

Stefan Müller (links) wird den neuen Geschäftsführer Kristian Gäbler noch bis März 2019 begleiten.

Seit dem 1. November führt Kristian Gäbler die Geschäfte des Lebenshilfe-Vereins e.V., der Stiftung Lebenshilfe Erlangen und der Regnitz-Werkstätten. Stefan Müller, mehr als 25 Jahre Lebenshilfe-Geschäftsführer, wird den 35-jährigen noch bis März begleiten und dann in die passive Phase der Altersteilzeit gehen.
Kristian Gäbler hat Management im Gesundheitswesen studiert und währenddessen als Rettungssanitäter gearbeitet. Seine berufliche Laufbahn begann er bei einem großen Klinikbetreiber und leitete in den vergangenen sechseinhalb Jahren Krankenhäuser verschiedener Größen in Baden-Württemberg und Hessen.
Der gebürtige Leipziger freut sich, nun die Entwicklung der Lebenshilfe Erlangen und die verschiedenen Bereiche der Behindertenhilfe mitzugestalten. Er sei dankbar, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. „Wichtig ist mir eine gute Zusammenarbeit mit den ehren- und hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen sowie mit Menschen mit Behinderung, ihren Eltern und Angehörigen. Wir werden gemeinsam Herausforderungen und Veränderungen der kommenden Zeit meistern.“