Manfred Roth-Stiftung spendet großzügig für zwei inklusive Kindergärten

Spendenübergabe mit Corona-Abstand: (von links) Stiftungsrat Klaus J. Teichmann, Kindergartenleiterin Ewa Bretting, Dr. Wilhelm Polster, Stiftungs-Vorstand, und Karin Werner vom Vorstand der Lebenshilfe Erlangen

Finanzielles Engagement dort, wo es hilft, und für gemeinnützige Zwecke gebraucht wird: Für die Manfred Roth-Stiftung ist es selbstverständlich, auf zahlreichen Gebieten im öffentlichen Leben und der Gesellschaft aktiv zu sein. Nun haben der Vorsitzende Dr. Wilhelm Polster und Stiftungsrat Klaus J. Teichmann einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro für zwei Kindergärten der Lebenshilfe Erlangen überreicht.
Die Überreichung des Schecks fand wegen Corona draußen vor der Einrichtung im Röthelheimpark statt. Die Kinder spielten dabei gerade im Garten. Darüber freuten sich die beiden Vertreter der Stiftung des NORMA-Gründers und „wir finden es toll, dass in den Kindergärten der Lebenshilfe Mädchen und Jungen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam spielen und lernen“. Die Kindergartenleiterin Ewa Bretting und Karin Werner vom Lebenshilfe-Vorstand bedankten sich auch im Namen der Büchenbacher Kollegin Christine Mattke herzlich für die mehr als großzügige Spende.

Beratung der Lebenshilfe in Eckental

Inge Holzammer (links) berät jetzt auch einmal im Monat in Eckental.

Die Lebenshilfe Erlangen ist auch im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt vertreten: mit dem Familienentlastenden Dienst, der Assistenz beim selbstständigen Wohnen, mit dem Inklusiven Waldkindergarten in Eckenhaid und der Frühförderung in Eschenau.
Da der Informationsbedarf rund um das Thema Behinderung groß ist, . bieten wir jetzt auch feste Zeiten der allgemeinen Beratung in Eckental-Eschenau an. Bei Fragen zum Pflegegrad, Behindertenausweis, Eingliederungshilfe, Unterstützung im Alltag und zu anderen Themen können Sie sich gerne an Inge Holzammer wenden.
Die Beratung findet jeden ersten Freitag im Monat, 10 bis 13 Uhr, statt. Der nächste Termin ist der 4. Dezember. Ort: Frühförderstelle, Eschenauer Hauptstraße 18, Eckental-Eschenau.
Wegen der Covid-19-Pandemie bitten wir Sie momentan darum, telefonisch oder per Mail einen Termin zu vereinbaren. Kontakt: 09131/9207-113 (Rufumleitung nach Eckental ist eingerichtet), inge.holzammer@lebenshilfe-erlangen.de

Kalender SEH-WEISEN und andere schöne Dinge im Lebenshilfe Laden

Das Bild „Sonnenuntergang“ von Otfried Kölpien aus Erlangen SEH-WEISEN-Kalender

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe gibt regelmäßig den Kalender SEH-WEISEN heraus. Die Motive stammen alle von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung aus ganz Deutschland. Der „Sonnenuntergang“ von Otfried Kölpien wurde für den September ausgewählt. Er ist regelmäßiger Teilnehmer der Malkurse der Offenen Behindertenarbeit. Der Kalender kostet 13,90 Euro und ist im Erlanger Lebenshilfe Laden, Nürnberger Straße 47, erhältlich.
Dort finden Sie außerdem viele schöne und praktische Dinge aus „Werkstätten für Menschen mit Behinderung“: Holzspielzeug, Gesellschaftsspiele, Textilien, Deko, Kerzen, Keramik, Insektenhotels und vieles mehr.

Plakatkampagne geht in die 2. Runde

Zwei weitere Lebenshilfe-Modelle sind auf Plakaten in Erlangen zu sehen.

Noch immer prägen die Einschränkungen durch Corona das öffentliche Leben und nach wie vor sind Menschen mit Beeinträchtigung eher wenig im Stadtbild zu sehen. Sie sind aber Teil einer bunten Gesellschaft. Darauf hat die Lebenshilfe im Sommer mit einer Plakatkampagne unter dem Motto „Wir sind Erlangen“ aufmerksam gemacht. Vier Fotomodelle hatten sich dafür zur Verfügung gestellt. Nun gibt es zwei weitere Menschen mit Beeinträchtigung, die Ihnen nun bis zum 8. November an vielen Stellen in Erlangen freundlich entgegenblicken. Auch für die 2. Runde der Kampagne hat der Erlanger Fotograf Fabian Birke die Bilder gemacht.

Lucas überreicht selbst gestaltetes Umweltbuch im Waldkindergarten

Wurzelkinder freuen sich über Besuch bei ihnen im Wald. Foto: Adam/Markt Eckental

„Bei den Wurzelkindern in Eckenhaid lässt sich unmittelbar nachvollziehen, dass man am Beispiel der Umwelt bereits als Kind schützt, was man kennt und liebt“, meinten der Eckentaler Bürgermeister Felix Zosel und Maximilian Wagner vom Landkreis-Team Kommunale Abfallwirtschaft in Höchstadt einhellig. Sie waren zu Besuch im Eckenhaider Waldkindergarten der Lebenshilfe. Für Lucas erfüllte sich damit der Wunsch, sein selbst gestaltetes Umweltbuch persönlich zu überreichen. Seine Großmutter hatte dieses Anliegen an die Gemeinde herangetragen.
Nun waren die beiden offiziellen Besucher da und zeigten sich sehr erfreut über das Engagement des Jungen und die erfolgreiche Umweltpädagogik in der Kita.
Helga Fuchs, Gruppenleiterin der „Wurzelkinder“, betonte, man habe von Anfang an voller Überzeugung das Umweltbewusstsein der Kinder zu schärfen begonnen. Es gab und gibt zum Beispiel verschiedene Recycling-Projekte und die Kinder sammeln Müll auf den Spazierwegen.
Bevor sich der Besuch verabschiedete, überreichte Maximilian Wagner eine Geschenkbox mit Spielsachen rund um umweltpädagogische Themen.

Hilfreicher Ratgeber: Erbe für Menschen mit Behinderung

Eltern wollen ihr Kind gut versorgt wissen, auch nach ihrem Tod. Deswegen ist das sogenannte Behindertentestament ein wichtiges Thema für sie. Foto: Lebenshilfe, David Maurer

Eltern müssen beim Vererben besondere Dinge beachten, damit ihr Vermögen auch bei einem Kind mit Beeinträchtigung ankommt, ohne dass sein Anspruch auf öffentliche Hilfe verloren geht. Mit einem sogenannten Behindertentestament können Eltern das erreichen. Einen hilfreichen Ratgeber dazu mit dem Titel „Erben zugunsten behinderter Menschen“ bietet der Bundesverband für körper- und mehrfach behinderte Menschen. Die Broschüre kann online heruntergeladen werden: https://bvkm.de/ratgeber/vererben-zugunsten-behinderter-menschen/oder für 1,-Euro bestellt werden.

Zweite inklusive Partnerklasse gestartet

Schülerinnen und Schüler der ersten Partnerklasse. Sie kommen nun in das dritte Schuljahr.

Vor zwei Jahren startete die erste inklusive Partnerklasse in Erlangen an der Michael-Poeschke-Grundschule in Kooperation mit der Georg-Zahn-Schule der Lebenshilfe. Die Erfahrungen damit sind durchweg positiv. Nun haben weitere Kinder die Chance, miteinander zu lernen und die zweite Partnerklasse an der Poeschke-Grundschule hat ihren Unterricht aufgenommen. „Gemeinsam lernen ist für alle ein Gewinn“, sagt Marika Ollet, stellvertretende Leiterin der Georg-Zahn-Schule. Es gebe eine große Zufriedenheit bei den Mädchen und Jungen, die seit dem Schuljahr 2018/19 zusammen sind und nun in die dritte Klasse gehen. Und auch die Eltern sind voll des Lobs.
Acht Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf und 15 Regelschüler besuchen die neue Partnerklasse. Mindestens zwei Stunden täglich werden sie gemeinsam unterrichtet und profitieren von weniger Frontalunterricht, von offeneren Arbeitsformen, mehr Handlungsorientierung, Anschaulichkeit und Bewegung.

Neue Frühförderstelle Süd

Julie gehört zu den Kindern, die von der Frühförderung sehr profitiert haben. Mittlerweile geht sie in die inklusive Partnerklasse der Lebenshilfe und Poeschke-Schule.

Wenn ein Kind in seiner Entwicklung auffällt oder mit einer Behinderung zur Welt kommt, ist die „Frühförderung und Beratung“ der Lebenshilfe Erlangen für die Familien da. Sie bietet ganzheitliche Hilfe und Unterstützung für Kinder und deren Eltern bis zum Eintritt des Kindes ins Schulalter.
Der Bedarf an Frühförderung wächst und die Lebenshilfe möchte zu einem guten Start ins Leben für die Kleinsten beitragen. Deswegen hat sie mit der Frühförderung Süd in Erlangen-Bruck, Goerdelerstraße 21, einen vierten Standort neben Erlangen- Röthelheimpark, -Büchenbach und Eckental eröffnet.
Das Angebot umfasst Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, pädagogische und psychologische Förderung sowie Beratung. Für die Förderung beziehungsweise Therapie vor Ort stehen vielseitige Räume mit modernster Ausstattung zur Verfügung: darunter eine Kinderwerkstatt mit Matschtisch und zwei Motorikräume. Kontakt: Standortleitung Yvonne Burkert, 09131/9207-160.
Mit dem Standort Süd wird den Kindern und Familien eine wohnortnahe Versorgung angeboten. Schon jetzt leben hier viele junge Familien und durch die Wohnraumnachverdichtung werden es auf absehbare Zeit noch mehr.

Weitere Lockerungen in den Regnitz-Werkstätten – Förderstätte wieder geöffnet

Arbeiten in der Schreinerei der Werkstatt, in der die Produkte von „Fisch mit Hut“ gefertigt werden. Foto: Harald Sippel

Eine neue Verfügung der bayerischen Staatsregierung hat das Betretungsverbot in der Werkstatt weiter gelockert: gültig vorerst bis zum 15. September.
Berufsbildungsbereich und Arbeitsbereich der Werkstatt:  Auch Personen der sogenannten Risikogruppe können wieder in die Werkstatt kommen. Alle Werkstatt-Beschäftigten müssen bei der Arbeit die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.
Förderstätte: Die Förderstätte ist wieder geöffnet, der Besuch ist freiwillig.
Unbedingt beachten: Es dürfen nur Mitarbeitende in die Werkstatt kommen, die keine Krankheitssymptome und keinen Kontakt zu Covid-19-Infizierten haben oder hatten. Selbst bei leichten Krankheitssymptomen müssen sie zu Hause bleiben.
Besuche in den Arbeitsgruppen der Werkstatt von Angehörigen, Betreuern und anderen Personen sind bis auf Weiteres nicht erlaubt. Bitte rufen Sie bei Anliegen an oder melden sich an der Pforte. Für alle Fragen ist unser Begleitender Dienst von Montag bis Freitag erreichbar: 09131/7671-31.

Anspruch auf Entschädigung für Verdienstausfall

Viele Eltern mussten und müssen sich in der Coronapandemie um ihr Kind mit Beeinträchtigung kümmern.

Anfangs erhielten nur Eltern minderjähriger Kinder, die ihre Söhne und Töchter in der Corona-Krise zuhause betreuen mussten, einen Ausgleich für ihren Verdienstausfall.  Dass auch Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung eine solche Entschädigung beanspruchen können, hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe in den vergangenen Wochen immer wieder mit Nachdruck gefordert. Ende Mai hatte der Bundestag einer entsprechenden Änderung im Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.
Viele Familien mussten und müssen immer noch erwachsene Angehörige mit Beeinträchtigung zuhause betreuen, denn Menschen mit Behinderung sind häufig Risikopersonen oder kommen zum Beispiel in der Werkstatt mit den Hygienemaßnahmen nicht zurecht. Nun haben die Eltern immerhin Anspruch auf Entschädigung.