Bundesweite Kampagne: #DownIstInNichtOut

Im April soll im Bundestag über Ethik und vorgeburtliche Bluttests geredet werden. Um die Sicht von Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien zu unterstützen, hat die Lebenshilfe die bundesweite Kampagne „Down Ist In – Nicht Out“ gestartet. Sie sagt „Ja zur Vielfalt des menschlichen Lebens“ und fordert mehr Aufklärung, Beratung und Unterstützung für Familien.
In einer Stellungnahme mit 26 weiteren Organisationen spricht sich die Bundesvereinigung Lebenshilfe dagegen aus, den Bluttest auf Down-Syndrom in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen.
Das verstärke die Angst vor Behinderungen und verschärft die Diskriminierung von Menschen mit Beeinträchtigungen in unserer Gesellschaft. Der Druck auf Schwangere „alles zu tun, alles zu testen“ werde erhöht und falsche Hoffnung auf hunderprozentig sichere Testergebnisse geweckt. Auf ihrer Kampagnen-Seiten #DownIstInNichtOut gibt die Lebenshilfe-Bundesvereinigung ausführliche Antworten auf viele Fragen rund um die aktuelle Debatte zum Down-Syndrom-Test.

Theaterjugend präsentiert „Das Goldene Amulett“ in Obermichelbach

Kalif Umar Ibn Abdal al-Aziz war ein sehr gütiger Herrscher. Als er einmal mit seiner Frau auf Reisen ging, um seinen Bruder zu besuchen, kehrte das Paar nicht mehr zurück. Das war für die Tochter der beiden sehr schlimm. Großwesir Almansor übernimmt die Regierungsgeschäfte und soll dann zum Kalifen ernannt werden. Doch das wird nicht so einfach, wie er es sich vorgestellt hat.
Die Theaterjugend spielt das orientalische Märchen „Das Goldene Amulett“ am Sonntag, 31. März, Samstag und Sonntag, 6. und 7. April sowie am Samstag, 13. April, jeweils um 15 Uhr in der Bürgerhalle Obermichelbach. Das Märchen ist geeignet für Menschen ab 3 Jahren.
Die Vorstellung am 13. April ist eine vereinfachte und gekürzte Fassung für Menschen mit Behinderung und wird zu Gunsten der Lebenshilfe aufgeführt.
Informationen auch unter www.theaterverein.obermichelbach.net

Kunst kennt keine Barrieren – Farb:ERHeiterung noch bis 28. März

Bei der Finissage in Eckental gab es Blumen für die Künstlerinnen und Künstler.

„Kunst kennt keine Barrieren und wir begegnen uns auf Augenhöhe“, sagte Künstler Gerald Leibl bei der Finissage der Ausstellung „Farb:Erheiterung“. Seine und Bilder von Malerinnen und Malern der Lebenshilfe sind noch bis zum 28. März im Eckentaler Rathaus zu sehen. Gerald Leibl leitet seit vielen Jahren die Malkurse der Offenen Behindertenarbeit. Dadurch ist eine große Verbundenheit entstanden, die jetzt zur gemeinsamen Ausstellung geführt hat.
Neben Lebenshilfe-Vorsitzender Frank Morell hat auch Gemeinderat Thomas Weise die Gäste der Finissage begrüßt: „Es ist beeindruckend, was die Bilder ausstrahlen. Viel Optimismus, Lebenskraft und manchmal auch Traurigkeit.“ Noch ist Gelegenheit vorbeizuschauen: Rathaus Eckental, Rathausplatz 1, Montag 8 bis 12 Uhr, Dienstag 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag 8 bis 12 Uhr.

Mit Rasselkonzert den Frühling gelockt

Die Wurzelkinder haben Rasseln gebaut.

Die Kinder des Inklusiven Waldkindergartens haben ihr Bestes gegeben, um den Winter zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen. So bastelten die Wurzelkinder nachhaltige Musikinstrumente aus Stöcken und gesammelten Kronkorken. Ob ihr Rassel-Konzert den Frühling wirklich angelockt hat, werden sie in den nächsten Wochen hautnah erleben. Erste Anzeichen wie Knospen und Frühblüher haben die Kinder bereits entdeckt. Andrea Schönwandt

Ausstellung „Farb:ERHeiterung“ noch bis zum 28. März zu sehen

Ausschnitt aus einem Bild von Gerald Leibl

Farbenfrohe Leinwände sollen Auge und Herz erfreuen. Erstmalig sind Werke des Künstlers Gerald Leibl sowie von Malerinnen und Malern der Lebenshilfe Erlangen gemeinsam zu sehen: in der Ausstellung „Farb:ERHeiterung“. Sie läuft noch bis zum 29. März 2019. Ort ist das Rathaus in Eckental, Rathausplatz 1. Öffnungszeiten: Montag: 8-12 Uhr, Dienstag 8-12 und 14-18 Uhr, Mittwoch bis Freitag: 8-12 Uhr. Gerald Leibl arbeitet regelmäßig mit den Lebenshilfe-Künstlern in Kursen der Offenen Behindertenarbeit (OBA). Er spendet den Erlös aus dem Verkauf seiner Werke komplett der OBA.

Drei Novuss-Spieltische für die Lebenshilfe

Michael Vogel (links), Gesamtleitung Wohnen, und Lebenshilfe-Bewohner mit Spender Thomas Hofmann sowie Caspars Paegle (4. und 5. von links)

Das Spiel Novuss ist barrierefrei, erinnert an Billard und die Regeln sind einfach. So ist es ein Spiel für alle und auch in der Lebenshilfe sehr beliebt. Deswegen hat Thomas Hofmann, ehemaliger Vorsitzender der Lebenshilfe, drei Novuss-Tische im Wert von 900 Euro für die Wohnstätte und Seniorentagesstätte gespendet. Das kam bei den Bewohnern gut an. Kaspars Paegle, Vorsitzender des Vereins „Novuss Sport ohne Barrieren“, hat die Tische persönlich vorbei gebracht und gleich einen aufgebaut. Und los ging es mit dem ersten Spiel.

3000 Euro für die Arbeit der Lebenshilfe Erlangen

Von links: Frank Morell und Karin Werner vom Vorstand der Lebenshilfe Erlangen mit Werner Strasser und Oliver Wachter vom City Fitness sowie Bezirksrätin Alexandra Wunderlich.

Mit mehreren Aktionen hat City Fitness Spenden zu Gunsten der Lebenshilfe Erlangen gesammelt. Höhepunkt war jetzt der Cycling Marathon. Das Fahren mit den Trainingsrädern wurde professionell von Mitarbeitenden des City Fitness unterstützt. Für das leibliche Wohl zeigte sich Rewe und Der Beck spendabel. Auch einige Firmen, so das Autohaus Konrad, die Rohrreinigung Bischoff und die Sepp. Med GmbH sowie die Bezirksrätin und CSU-Kreisvorsitzende Alexandra Wunderlich, haben die Aktion unterstützt. City Fitness-Geschäftsführer Werner Strasser hat noch aufgerundet und insgesamt ist eine Spendensumme von 3000 Euro zusammengekommen. Werner und Angie Strasser haben schon häufiger die Lebenshilfe-Arbeit für Menschen mit Behinderung unterstützt.

10.000 Euro für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

Von links: Dr. Wilhelm Polster, Vorstand der Manfred-Roth-Stiftung, und Klaus Teichmann, Stiftungsrat, übergeben den symbolischen Scheck an Karin Werner vom Lebenshilfe-Vorstand und an Lebenshilfe-Geschäftsführer Kristian Gäbler.

Kinder und Jugendliche mit Behinderung werden in der Georg-Zahn-Schule und -Tagesstätte unterrichtet und gefördert. Die individuelle Unterstützung richtet sich an den Stärken der einzelnen aus und hat den Menschen ganzheitlich im Blick.
Ende des Jahres 2018 hat die Stiftung Lebenshilfe Erlangen zu Spenden für einen Schulgarten aufgerufen. Die Manfred-Roth-Stiftung ist dem Aufruf gefolgt und hat der Lebenshilfe für den Garten und auch für weitere Aktivitäten zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung 10.000 Euro gespendet.

Tolle Rezepte und großartige Fotos

Mädchen und Jungs mit Down-Syndrom zaubern leckere Gerichte gemeinsam  mit 19 prominenten Köchinnen und Köchen. Das hat Conny Wenk in Fotos festgehalten und daraus ist ein wunderschönes Kochbuch geworden. Die Idee dazu hatte der Stuttgarter Verein 46Plus anlässlich seines 15-jährigen Bestehens. Erschienen ist das Buch im Neufeld Verlag. Es hat 240 lohnende Seiten und kostet 19,90 Euro. ISBN:978-3-86256-093-6

Hoher Besuch in der Partnerklasse an der Michael-Poeschke-Schule

(von links) Lehrerin Ruth Burger und Lehrer Daniel Stenger sowie Kinderpflegerin Karin Preßlein, Anna Steinert-Neuwirth, Referentin für Bildung, Kultur und Jugend, OB Florian Janik, Bürgermeisterin  Elisabeth Preuß, Martin Knötzinger, Rektor Poeschke-Schule, Marika Ollet, stellvertr. Leiterin Georg-Zahn-Schule, und Cornelia Schindler vom Staatlichen Schulamt

Gemeinsam lernen ist möglich: Das zeigt die inklusive Partnerklasse an der Erlanger Michael-Poeschke-Grundschule in Kooperation mit der Georg-Zahn-Schule der Lebenshilfe eindrucksvoll. Seit dem Schuljahr 2018/19 besteht diese erste Klasse, in die die 14 Kinder ohne und sieben Kinder mit Behinderung gehen. Schon jetzt ist es eine Erfolgsgeschichte. Die Mädchen und Jungen profitieren voneinander und haben eine tolle Klassengemeinschaft. Es sei erstaunlich, wie schnell sich die Kinder gefunden haben, so Lehrer Daniel Stenger von der Georg-Zahn-Schule der Lebenshilfe Erlangen.

Wie gut das gemeinsame Lernen funktioniert, davon konnten sich jetzt auch Oberbürgermeister Dr. Florian Janik, Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, Cornelia Schindler vom Staatlichen Schulamt und Anna Steinert-Neuwirth, Referentin für Kultur, Bildung und Jugend überzeugen. Nachdem die Klasse den Besuch mit einem fröhlichen Lied begrüßt hat, begann der Unterricht. Zum Konzept gehören hier weniger Frontalunterricht, dafür offenere Arbeitsformen, mehr Anschaulichkeit, mehr Bewegung, mehr Handlungsorientierung. Die Gruppe hatte Gelegenheit, sich davon ein Bild zu machen. Mit den Schulleitungen saß man danach noch zusammen, um über die Weiterentwicklung der Partnerklasse und der Inklusion an der Poeschke-Schule zu sprechen.