Gemeinsam werden wir die Zeit überstehen

Kleine Arbeitsgruppe in der Wohnstätte Kitzinger Straße

Derzeit steht die Welt Kopf: so auch der Lebensalltag vieler Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe. Ihnen ist es derzeit nicht möglich, ihren gewohnten Alltag zu leben, sei es in den Regnitz-Werkstätten, der Förderstätte oder auch in anderen Bereichen.
Nun hat sich die Kitzinger Straße etwas einfallen lassen. Seit rund einer Woche wird hier eine „werkstattähnliche“ Beschäftigung für alle Interessierten angeboten. Schon bei der Einführungsveranstaltung zeigte sich, dass das Interesse groß ist. Seitdem trifft man sich jeden Tag für etwa ein bis zwei Stunden zur gemeinsamen Beschäftigung. Auch die Teilnehmenden der Seniorentagesstätte (TENE) nehmen dieses Angebot gerne an.
Wir sind fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam diese Zeit überstehen. In diesem Sinne wünschen wir allen Beteiligten, Kolleg*Innen weiterhin viel Kraft, Umsichtigkeit und vor allem Gesundheit.
Das Team der Wohnstätte Kitzinger Straße

Die Regnitz-Werkstätten vorerst weiterhin bis zum 12. Juni geschlossen

Er wartet sehnsüchtig bis es endlich wieder losgeht …

Menschen mit Behinderung dürfen weiterhin nicht arbeiten. Jedoch gelten ab 18. Mai neue Lockerungen beziehungsweise Ausnahmen für die Werkstatt. Bezüglich bestehender Aufträge aus Industrie und Handwerk und Lieferterminen stimmen sich die Regnitz-Werkstätten mit ihren Partnern ab.
Förderstätte: Es darf weiterhin in allen bayerischen Förderstätten keine reguläre Beschäftigung und Betreuung für Menschen mit Behinderung stattfinden.  
Berufsbildungsbereich und Arbeitsbereich der Werkstatt: Ab 18. Mai dürfen nur Werkstatt-Beschäftigte, die zu Hause oder ambulant betreut leben, wieder zur Arbeit in unsere Werkstatt kommen.  Das ist aber nur unter vorgegebenen Voraussetzungen wie Gesundheitszustand und Einhaltung von Hygiene-/Abstandsregeln) möglich. Wir müssen gewährleisten, dass diese Voraussetzungen gegeben sind und in jedem Einzelfall vor der Wieder-Aufnahme der Arbeit sorgfältig überprüfen. Um dies abzuklären, nehmen wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu Hause oder ambulant betreut leben, einzelnen telefonischen Kontakt auf.
Not-Betreuung: Die Möglichkeit einer „Not-Betreuung“ besteht daneben weiter, grundsätzlich auch für den Bereich Förderstätte. Dies ist der Fall, wenn eine angemessene Betreuung dauerhaft zuhause nicht gesichert werden kann. Eine Beschäftigung und Betreuung in unserer Werkstatt wird aufgrund der Bestimmungen des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard unter sehr strengen Hygieneauflagen und Schutzmaßnahmen erfolgen, um das Infektionsrisiko klein zu halten.
Unbedingt beachten: Es dürfen nur Mitarbeiter in die Werkstatt kommen, die keine Krankheitssymptome haben und keinen Kontakt zu Covid-19-Infizierten haben/hatten. Selbst bei leichten Krankheitssymptomen müssen Sie zu Hause bleiben.
Besuche in den Arbeitsgruppen der Werkstatt von Angehörigen, Betreuern und anderen Personen sind bis auf Weiteres nicht erlaubt. Bitte rufen Sie bei Anliegen an oder melden sich an der Pforte, warten dort bis Ihr Ansprechpartner kommt.
Für alle Fragen ist unser Begleitender Dienst weiterhin von Montag bis Freitag erreichbar: 09131 / 7671-31.
Hinweise zur Jahresplanung 2020:
Es gibt eine aktualisierte Jahresplanung. Diese erhalten alle mit der Post.

Maskenanprobe und Abstandsmessung

Drei Kolleginnen aus unseren Inklusiven Kindergärten: Abstandskontrolle mit Zollstock …

Mehr Mädchen und Jungen können nun wieder die Kindergärten der Lebenshilfe besuchen, denn die Notbetreuung wurde erweitert. (Siehe auch Infos dazu im Startartikel.) Erarbeitete Hygienekonzepte geben vor, welche Regeln eingehalten werden müssen.

Not macht erfinderisch: Ein kleiner Kiosk in der Wohnstätte

Da die Werkstatt geschlossen ist, sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe rund um die Uhr in der Wohnstätte: eine Herausforderung für sie und ihre Betreuer/innen. Letztere lassen sich immer wieder etwas einfallen, um die Zeit abwechslungsreich zu gestalten. Sehr beliebt bei den Bewohnern ist ein Spaziergang zum Supermarkt, um sich eine Kleinigkeit zu kaufen. Wegen Corana ist das im Moment nicht möglich. Also haben Mitarbeiterinnen kurzerhand Anfang April einen Kiosk in der Lebenshilfe eingerichtet, der samstags geöffnet hat.  

Persönliche Ostergrüße aus der Wohnstätte

Reinhard Müller posiert in der Wohnstätte für ein Foto, das als Postkarte zu Ostern an seine Mutter verschickt wurde.

Eltern und Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigung dürfen wegen Corona nicht in die Wohnstätten kommen. Umgekehrt sind natürlich auch Besuche der Bewohnerinnen und Bewohner Zuhause nicht erlaubt. „Es fällt mir ganz schön schwer, dass ich meinen Reinhard im Moment nicht sehen kann“, sagt Elisabeth Müller. Umso mehr hat sie sich über den Ostergruß von ihrem Sohn aus der Wohnstätte Joseph-Will-Straße gefreut. Dort hat die Wohngruppe Ostergrüße mit persönlichen Fotos gebastelt. „Ich war so gerührt, als die Karte kam und Reinhard mir mit zwei Tulpen entgegenschaut. Was für eine schöne Idee der Betreuer, die ja gerade sehr gefordert sind.“

Zwei großzügige Spenden ermöglichen Pflege unterwegs

Spendenübergabe: (von links) Vorstand Eckhard Dorniak und Kassiererin Brigitte Schlederer vom Stad’l Chor, Andy Bernard, Leiter der Offenen Hilfen, und Chorleiter Knut-Wulf Gradert

Auch Menschen mit schwerer und mehrfacher Beeinträchtigung wollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Um ihnen zum Beispiel die Teilnahme an Ausflügen zu ermöglichen, konnte die Lebenshilfe nun dank großzügiger Spenden ein mobiles Wickelset für die „Pflege unterwegs“ anschaffen. Zum einen steuerte der Kosbacher Stad`l Chor 900 Euro aus dem Weihnachtskonzert 2019 bei. Zum anderen hatte Familie Haferkamp aus Erlangen anlässlich eines Geburtstags um Spenden für die Lebenshilfe gebeten.

Aktueller Ratgeber zu Sozialleistungen für Menschen mit Beeinträchtigung

Ausschnitt vom Titel des Ratgebers. Foto: David Maurer

Auf 376 Seiten liefert der druckfrische Ratgeber der Bundesvereinigung Lebenshilfe einen Überblick über alle Sozialleistungen, die Menschen mit Beeinträchtigung aktuell zustehen. Besonders werden die zahlreichen Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) erläutert. Dazu zählen auch die erst Ende 2019 verabschiedeten Regelungen im Angehörigen-Entlastungsgesetz und im Änderungsgesetz zum BTHG. Der Ratgeber „Recht auf Teilhabe“ ist eine hilfreiche Lektüre für Mitarbeitende in Beratungsstellen und bei Leistungserbringern. Aber auch Eltern, andere Angehörige, sowie gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer können sich darin wichtige Informationen holen.
Um das schwierige Thema anschaulicher zu machen, werden eingangs Rechtsansprüche von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Lebensphasen und Lebenslagen anhand von Schaubildern dargestellt. Es gibt Tipps, Rechenbeispiele und Hinweise auf Internetseiten und Publikationen. Das „Recht auf Teilhabe“ (ISBN 978-3-88617-575-8)  kann für 22 Euro plus Versandkosten bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe (www.lebenshilfe.de) bestellt werden oder telefonisch unter 06421/491-123.

Großzügige Spende für die Georg-Zahn-Tagesstätte

Nina Hauffe von MR Datentechnik (4. von links) freut sich, die Tagesstätte zu besuchen und den symbolischen Scheck zu übergeben.

Lebenshilfe hat von der der MR-Datentechnik Vertriebs und Service GmbH mit Sitz in Nürnberg eine sehr großzügige Spende erhalten. Marketing Managerin Nina Hauffe ist persönlich vorbei gekommen und hat einen symbolischen Scheck in Höhe von 5000 Euro überreicht. Das Geld kommt der Georg-Zahn-Tagesstätte zu Gute und die Freude darüber ist groß. Mit der Spende können nun verschiedene Aktivitäten finanziert werden: wie zum Beispiel ein Budo- und Zumba-Kurs sowie verschiedene Projektgruppen.  

Werkstatt freut sich über eine Spende der Brucker Schützengesellschaft

Von links: Markus Gorny, Schützengesellschaft, Eva Warnke, Günter Hammerl, Werkstattrat, Tanja Minderlein (vorne), Sabine Grötsch, Werkstattleitung und Norbert Pfeffer, Schützengesellschaft

Markus Gorny und Norbert Pfeiffer, 1. Vorsitzender und Stellvertreter der Schützengesellschaft 1673 Erlangen-Bruck, waren zu Gast in den Regnitz-Werkstätten. Mit dabei hatten sie einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro. Ein Teil der Spende ist aus dem Erlös des 1. Brucker Schützen-Schafkopf-Turniers. Der Vorstand hatte entschieden, der Werkstatt dieses Geld zu spenden und auf 500 Euro aufzurunden. Die Lebenshilfe hat sich sehr darüber gefreut.

Manfred Roth Stiftung spendet 10.000 Euro für die Förderstätte

Von links: Dr. Wilhelm Polster und Klaus J.Teichmann von der Manfred Roth Stiftung, Alexander Schömann (vorne), Lebenshilfe-Vorsitzender Frank Morell, Förderstättenleiterin Heike Zitzelsberger und Anahit Harutyunyan

Im Sinne von Manfred Roth setzt die nach ihm benannte Stiftung ihre Arbeit konsequent fort. Seit dem Tod des 2010 verstorbenen Fürther Unternehmers und Norma-Gründers sind bereits eine Vielzahl von Spenden an soziale, bildungsfördernde, kulturelle und wissenschaftliche Organisationen gegangen. Nun überreichten Vorstand Dr. Wilhelm Polster und Stiftungsrat Klaus J. Teichmann 10.000 Euro an die Lebenshilfe Erlangen. Das Geld ist für die Förderstätte der Regnitz-Werkstätten bestimmt. Dort werden erwachsene Menschen mit schwerer Beeinträchtigung und hohem Hilfebedarf begleitet. Die Mitarbeitenden bieten ihnen verschiedene Beschäftigungsangebote. Heike Zitzelsberger, Einrichtungsleiterin, freut sich sehr, dass die großzügige Spende es ermöglicht, in der gerade im Bau befindlichen neuen Förderstätte in Spardorf einen Ruheraum mit zwei Bällebädern einzurichten. Diese können durch eine weiche Abdeckplatte auch als Sofa und Liegefläche genutzt werden.