13000 Euro von der Manfred Roth-Stiftung für Snoezelen-Raum

Dr. Wilhelm Polster (links) mit Schulsprecherin Moesha Philipp und Thomas Hofmann sowie Kindern des Schulchores

Das Snoezelen ist ein besonderes Therapiekonzept aus den Niederlanden, das in den  70iger Jahren für Menschen mit sensorischen Störungen und schwersten Behinderungen entwickelt wurde. Dank der großzügigen Unterstützung von 13.000 Euro der Manfred Roth-Stiftung (Norma) kann die Georg-Zahn-Schule und -Tagesstätte der Lebenshilfe nun einen Snoezelen-Therapieraum am Schulstandort Röthelheimpark einrichten.
Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster hat den Scheck persönlich in der Georg-Zahn-Schule überreicht. Er freute sich sehr, dass der Schul-Chor ihn mit einem Lied empfangen und verabschiedet hat. Im Sinne von Manfred Roth, Gründer der Norma, führt Dr. Polster das soziale Engagement der Stiftung weiter. „Wir übernehmen sehr gerne soziale Verantwortung und ich freue mich, die Einrichtung ihres Snoezelen-Raums fördern zu können.“

Selbstverständliches Miteinander beim Inklusiven Marktplatz

Axel Wisgalla, Sprecher vom Forum „Behinderte Menschen in Erlangen“, begrüßte die Gäste des Inklusiven Marktplatzes.

Die Resonanz auf den Standortwechsel zum Rathausplatz und das neue Konzept des „Inklusiven Marktplatzes“ der bislang „Aktionstag“ hieß und 2003 zum ersten Mal stattfand, war durchweg positiv. Bei der Begrüßung betonte Axel Wisgalla vom Veranstalter Forum  „Behinderte Menschen in Erlangen“: „Ein wichtiger Teil von Inklusion ist mitmachen. Auf dem Inklusiven Marktplatz sind alle eingeladen, mitzumachen und sich kennenzulernen.“ Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß wies in ihrem Grußwort darauf hin, der Stadt Erlangen sei es ein großes Anliegen, mit der Inklusion voranzukommen und weitere Hemmnisse abbauen.
Viele Partner aus den unterschiedlichsten Bereichen waren in diesem Jahr mit Info-Ständen und Mitmach-Aktionen dabei: neben den Vereinigungen des Forums, darunter auch die Lebenshilfe, die Gewobau, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, Kreisjugendring und viele mehr. In der kleinen Lades-Halle stellten sich  verschiedene Projekte vor – wie zum Beispiel „Zusammenarbeit und Inklusion“ (ZUSA). Für Musik sorgten Vollgas Connected aus Fürth gemeinsam mit der Erlanger Musikschule und Honey Sweet & The 7Ups. „Bürger Inklusive“ spielten Theater.

Caddy von der Aktion Mensch für die Förderstätte der Regnitz-Werkstätten

Werkstatt-Geschäftsführer Stefan Müller und Förderstätten-Leiterin Heike Zitzelsberger mit den Betreuten Claudia Stöcklein (links) und Maike Klaas

Die Aktion Mensch fördert immer wieder Projekte und Anschaffungen der Lebenshilfe Erlangen. „Jetzt hat die Förderstätte der Regnitz-Werkstätten einen VW-Caddy bekommen“, freuen sich Werkstatt-Geschäftsführer Stefan Müller und Förderstätten-Leiterin Heike Zitzelsberger.
In der Förderstätte erfahren Menschen mit schwerer Behinderung Unterstützung sowie Förderung und übernehmen kleine Arbeitsaufträge. Der Caddy bietet ausreichend Möglichkeit, Rollstuhl und Gehhilfen zu transportieren. 35.620 Euro betrugen die Anschaffungskosten, für das Auto, davon hat die Aktion Mensch 24.933 Euro übernommen. Der Rest war der Eigenanteil der Regnitz-Werkstätten.

Theatergruppe „Bürger inklusive“ begeisterte das Publikum

Szene aus „Schneewittchen und die Reise ins Ich“

Drei Spieltage hatten die „Bürger inklusive“ mit ihrem Stück „Schneewittchen und die Reise ins ich“ in der Garage des Theaters Erlangen. Die Vorstellungen waren bis auf wenige Plätze verkauft. Das Publikum spendete viel Beifall für eine überaus gelungene Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler mit und ohne Behinderung.
Schneewittchen wird in dem Stück wie im Märchen auch von ihrer bösen Stiefmutter schikaniert. Sie ist traurig und ängstlich. Dann tauchen sieben merkwürdige Gestalten auf. Es stellt sich heraus, dass sie alle einen Teil von ihr verkörpern. Schneewittchen schafft es, mit ihren sieben Seiten Frieden zu schließen und versöhnt sich mit ihrer Stiefmutter.
Regie hatte die Theaterpädagogin Sandra Weissmann-Ballbach, die mit der Gruppe auch für den Inklusiven Marktplatz am 22. Juli eine kleine Theaterdarbietung erarbeiten wird.

Access in Belfast mit dem „Employment for all“-Award ausgezeichnet

Die Nominierten: Andrea Seeger (Mitte) freut sich über den 1. Preis für Access

„Wir freuen uns riesig über die Anerkennung und sehen den Preis als Lohn für die professionelle und engagierte Arbeit unseres gesamten Teams“, freuten sich Andrea Seeger und Karl-Heinz Miederer, beide Geschäftsführer der gemeinnützigen „Access Integrationsbegleitung GmbH“. Ihr Fachdienst für die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung im Raum Nürnberg, Erlangen und Bamberg wurde jetzt bei der 1. Weltkonferenz für Unterstützte Beschäftigung in Belfast mit dem „Employment for all“-Award ausgezeichnet. Die Gastgeber-Organisationen EUSE (European Union of Supported Employment) und EASPD (European Association of Service provider for Persons with Disabilities) hatten den Preis ausgelobt.
Andrea Seeger berichtete den 675 Konferenzteilnehmenden aus 48 Ländern in ihrer Dankesrede wie Access – 1998 von Menschen mit Behinderung und Eltern behinderter Kinder gegründet – mit sechs Mitarbeitenden begann. „Mit vielen Visionen, wenig Geld und hoher Motivation gingen wir damals an den Start. Heute sind wir 51 Personen, 30 % davon sind von einer Behinderung betroffen.“
Die Jury lobte unter anderem die gute Zusammenarbeit mit mehr als 1000 Betrieben sowie die vielfältige Netzwerkarbeit, zum Beispiel mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Auch die Lebenshilfe Erlangen arbeitet mit Access zusammen. Nicht zuletzt war die hohe Vermittlungsquote von mindestens 60 Prozent in den Maßnahmen Unterstützte Beschäftigung ebenfalls ausschlaggebend für die Auszeichnung.

Gelungenes Fest der Begegnung brachte 1340 Euro Erlös für die Lebenshilfe

Das „Fest der Begegnung ­ – Spiele(n) ohne Grenzen“ im Novotel Erlangen ging dieses Jahr in die vierte Runde. Über den Erlös in Höhe von 1340 Euro aus dem Verkauf von Getränken und Speisen freut sich die Lebenshilfe sehr.
Wie schön das gemeinsame inklusive Fest vom Novovotel und Lebenshilfe ist, hat sich mittlerweile herum gesprochen. Die Besucherzahl steigt stetig und diesmal gab es auch weitere Mitwirkende: Helfer und Chor der Ernst-Penzoldt-Mittelschule sowie das Deutsch-Französische Institut (dFi ) mit einem Crêpe-Stand. Zwei Köche der Regnitz-Werkstätten haben das Speisenangebot wie in den Jahren zuvor mit vorbereitet.
Menschen mit und ohne Behinderung vergnügten sich selbstverständlich miteinander an den verschiedenen Spielstationen. Erstmalig konnten die Gäste bei einer Hotelralley hinter die Kulissen des Novotels blicken. Jede Stunde gab es das Angebot, die Nachfrage war groß.
Neben dem Chor der Ernst-Penzoldt-Mittelschule zeigten die Tanzgruppe „Britneys“, die Trommelgruppe und Georgies Tooth Band der Georg-Zahn-Schule ihr Können auf der Bühne.

Gemeinsam wirken und sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft engagieren

Prof. Hermann Requardt stellt die Stiftung Lebenshilfe Erlangen vor

„Gemeinsam wirken“ lautete der Titel einer Veranstaltung der Erlanger Stifteriniative. Gastredner und Impulsgeber war Herbert Hainer, bis 2016 Vorstandsvorsitzender der adidas group. Er betonte, wie wichtig Engagement und gemeinsames Wirken für den Zusammenhalt der Gesellschaft sei und hier spiele nicht in erster Linie das Geld eine Rolle: „Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen ist keine Frage des Geldes. Es ist vielmehr eine Haltung. Es geht um die Frage, ob ich bereit bin zu teilen. Es geht darum, Schwächere wahrzunehmen … Das kann mit Geld geschehen, aber auch mit Zeit und Wissen.“
Nach verschiedenen Themenrunden hatte die Stiftung Lebenshilfe Erlangen Gelegenheit, sich näher vorzustellen – nicht zuletzt anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens. Vorsitzender Prof. Hermann Requardt berichtete, welche Schwerpunktaufgaben die Stiftung zur Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung übernimmt.  Dazu zählen das Bereitstellen von Wohnplätzen, die Unterstützung durch den Kinder- und Jugendfonds und die Verleihung des Erlanger Inklusionspreises. Die Stiftung freut sich über engagierte Bürgerinnen und Bürger an ihrer Seite. Den Vortrag zum Download und weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Stiftung in der rechten Spalte oben.

Prominente bei großer ZUSA-Veranstaltung – Regnitz-Werkstätten sind Projektpartner

ZUSA-Akteure in Herzogenaurach. Dazu gehört auch Werkstattleiter Peter Pfann (Dritter von links, hintere Reihe).

Einfach machen! Das war der deutliche Aufruf an die anwesenden Arbeitgeber beim 2. ZUSA-Inklusionsevent im PUMA Brand Center in Herzogenaurach. In einem kurzweiligen Programm stellte sich das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt „ZusammenArbeit – Inklusion in eine gemeinsame Arbeitswelt“ (ZUSA) vor. Ziel ist es, Arbeitgeber zu ermutigen, Menschen mit schwerer Behinderung einen Arbeitsplatz anzubieten.

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Beiräte der Lebenshilfe Erlangen und Würzburg tauschen sich aus

Gute Stimmung zwischen den Erlanger und Würzburger Beiräten

Seit 2012 gibt es in der Lebenshilfe Erlangen einen Vorstandsbeirat, der sich aus acht Mitgliedern der Einrichtungsbeiräte zusammensetzt. Der Vorstandsbeirat vertritt im Verein die Interessen der Menschen mit Behinderung. Vor kurzem hatte er zwei Frauen und drei Männer aus dem Würzburger „Beirat für Menschen mit Lernschwierigkeiten“ sowie einer Vertrauensperson zu Gast.
Das Treffen begann mit einer Werkstattführung von Peter Pfann, Werkstattleiter. So konnten sich die Gäste einen Eindruck von den Regnitz-Werkstätten machen. In der Geschäftsstelle tauschten sich die Beiräte darüber aus, was sie bisher gemacht haben und was in nächster Zukunft geplant ist. Einzelne Themen, wie zum Beispiel die Anliegen in der Lebenshilfe oder politische Interessen durchzusetzen, wurden lebhaft diskutiert.
Die Würzburger sprachen zum Abschied eine Gegeneinladung in den Tierpark Sommerhausen aus. Dieser steht unter der Trägerschaft der Mainfränkischen Werkstätten (Lebenshilfe Würzburg) und bietet verschiedene Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

 

15 bewegende Familienporträts und Lieblingsrezepte

Gemeinsames Kochen und das Zusammensein beim Essen verbinden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber in dem gerade erschienen Kochbuch der Bundesvereinigung Lebenshilfe wird sie auf besonders schöne Weise deutlich. Ina Beyer, Autorin von „Wir kochen“,  hat zusammen mit der Fotografin Sally Lazic 15 Familien in ganz Deutschland besucht, in denen ein Kind mit Beeinträchtigung lebt. Die Familien werden  in dem Buch in bewegenden Porträts vorgestellt und dazu verraten sie ein Lieblingsrezept.  Zwei Familien der Lebenshilfe Erlangen sind ebenfalls dabei und so kommt auch das fränkische Schäufele zu Ehren.
„Wir kochen – Familienrezepte und Reportagen“ kann für 12 Euro im Lebenshilfe Verlag bestellt werden. Kontakt: Lebenshilfe-Verlag, Telefon 06421/491198, roland.boehm@lebenshilfe.de