Bunt und lebendig war das „Fest der Begegnung“ im Novotel

Die Trommelgruppe der Georg-Zahn-Schule kam gut an.

Zum 5. Mal haben das Novotel und die Lebenshilfe Erlangen das „Fest der Begegnung“ unter dem Motto „Spiele(n) ohne Grenzen“ veranstaltet und jedes Jahr war mehr los. Ganz entspannt mischten sich auch diesmal Groß und Klein, Menschen mit und ohne Behinderung. Zählten in den ersten drei Jahren noch überwiegend Lebenshilfe-Familien zu den Besucherinnen und Besuchern hat das Fest nun größere Kreise gezogen. „Wir haben es in der Zeitung gelesen und waren mal neugierig. Unsere beiden Töchter haben keinen Kontakt zu behinderten Kindern. Wir fanden das eine gute Gelegenheit“, so eine Familie.
Bei den Spielen waren Kicker, das barrierefreie Novuss-Spiel, Torwand-Schießen und ein Riesenmemory sowie die Hotelralley besonders beliebt. Völlig aus dem Häuschen waren die Kinder, aber auch manch‘ ein Erwachsener, von der Begegnung mit dem Affen und dem Raben aus der Zeichentrickserie „Helden der Stadt“.
Neben dem Novotel-Team, das in der Küche durch zwei Köche aus den Regnitz-Werkstätten unterstützt wurde, haben noch viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dazu beigetragen, dass alles reibungslos geklappt hat. Dazu zählten Schülerinnen und Schüler der Ernst-Penzoldt-Schule, Liane Franta und Andreas Hutzler von der HypoVereinsbank, das Deutsch-Französische Institut Erlangen, Kaspar Paegle vom Verein Novuss Sport ohne Barrieren e.V., Sebastian Schöner sowie der Erlanger Verein Atletico.

Grund zu feiern: 40 Jahre Wohnstätte Kitzinger Straße

Ein Prost auf 40 Jahre Kitzinger Straße. Die drei Damen (von links) Sigrid Hagen, Jutta Arlt und Elfriede Hartmann gehörten 1978 zu den ersten Bewohnern.

1978 eröffnete die Lebenshilfe Erlangen die erste Wohnstätte mit 24 Plätzen in Erlangen-Büchenbach. Dieses Wohnangebot war ein Meilenstein in der Entwicklung der Einrichtungen und Dienstleistungen der Lebenshilfe.
Jutta Arlt, Sigrid Hagen und Elfriede Hartmann gehörten zu den ersten, die damals einzogen. Alle drei Seniorinnen fühlen sich bis heute wohl in ihrem Lebenshilfe-Zuhause. Besonders auch für sie war das Jubiläumsfest ein großer Tag.
Viele Gäste kamen, Wulli & Sonja sorgten für Musik, eine bebilderte Zeitreise zeigte, wie sich die Wohnstätte Kitzinger Straße weiterentwickelt hat. „Das Wohnheim von der Lebenshilfe hat vieles schon erlebt. Wie schön, dass es nicht zittert, wie schön, dass es nicht bebt“, lautete der Refrain eines Liedes, den die Seniorengruppe der Wohnstätte mit ihrer Betreuerin Barbara Ruckdeschel vorgetragen hat.
Vor einigen Jahren ist neben das alte Gebäude eine neues dazugekommen und heute haben 42 Frauen und Männer mit Behinderung in der Wohnstätte ihren Lebensmittelpunkt.  „Das Haus hier ist freundlich und großzügig, die Betreuten sollen gesellschaftlich teilhaben, ein Leben so normal und selbstbestimmt wie möglich führen können“, sagte Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe, in seinem Grußwort. Michael Vogel, Gesamtleitung Wohnen, betonte mit einem Schmunzeln: „Die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren individuellen Bedürfnissen halten uns auf Trab, fordern, aber fördern uns auch.“

Viele Kunden vom Rewe-Markt am Rudeltplatz spenden ihren Pfandbon der Lebenshilfe Erlangen

Die Lebenshilfe Erlangen konnte Heiko Klein vom Büchenbacher Rewe-Markt am Rudeltplatz gewinnen, eine besondere Spendenaktion für Menschen mit Behinderung umzusetzen. So hängt seit Kurzem gleich im Eingangsbereich des Supermarktes neben den Automaten für die Pfandflaschen ein einladendes Plakat mit der Bitte: Spenden Sie Ihr Pfand für die Lebenshilfe Erlangen. Darunter befindet sich ein Kästchen, in das die Kunden ihren Bon einwerfen können (Foto).
Schon nach einer Woche musste die Box das erste Mal geleert werden. Dass die Aktion so gut angenommen wird, freut Heiko Klein und Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Müller sehr. Eine Kassiererin berichtete, sie sähe auch viele junge Leute, die mitmachen.
Die Lebenshilfe hat gezielt den Büchenbacher Rewe-Markt gewählt, da sich sowohl eine Außenstelle ihrer Frühförderung am Rudeltplatz als auch nicht weit entfernt weitere Einrichtungen befinden. Seniorinnen und Senioren mit Behinderung und eine Betreuerin aus der Wohnstätte Kitzinger Straße kümmern sich als Unterstützung für die Geschäftsstelle der Lebenshilfe um das Leeren der Pfandbox.

Bewerben Sie sich für den Erlanger Inklusionspreis – Unterstützung der Sparkasse

Scheckübergabe: (von links) Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Müller, Lebenshilfe-Bewohnerin Gertrud Hübler und Matthias Frühwald von der Sparkasse Erlangen-Höchstadt

Gertrud Hübler (Foto) lebt in einer Wohnstätte. Sie und alle Betreuten der Lebenshilfe Erlangen sollen gesellschaftlich teilhaben. Inklusion ist dazu das Stichwort. Seit mehr als zehn Jahren würdigt die Stiftung Lebenshilfe Erlangen Einzelpersonen, Institutionen und Unternehmen, die sich für Menschen mit Behinderung und ihre Teilhabe engagieren. Auch in diesem Jahr ist der Erlanger Inklusionspreis ausgeschrieben und bis Ende Juli läuft die Bewerbungsfrist. Informationen dazu und ein Bewerbungsformular finden Sie hier:
http://www.lebenshilfe-erlangen.de/erlanger_inklusionspreis. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
Die Sparkasse Erlangen-Höchstadt unterstützt die Verleihung seit vielen Jahren mit einer Spende für das Preisgeld in Höhe von 750 Euro. Insgesamt beträgt es 3000 Euro und das Geld wird auf maximal drei Preisträger aufgeteilt.

Project Life Stiftung nimmt soziale Verantwortung wahr

Von links: Dr. Inge Schwemmle, Hospiz Verein, Frank Morell, Lebenshilfe, Gabriella Sand, Stadtjugendamt, Jörg Muskat, Project Immobilien Wohnen AG, Oberbürgermeister Dr. Florian Janik und Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß

Der„Project Immobilien Wohnen AG“ ist es wichtig, neben dem wirtschaftlichen Interesse auch sozial zu handeln und zwar dort, wo sie ihre Bauvorhaben realisieren. Erlangen gehört zurzeit dazu. So hat die 2007 gegründete „Project Life Stiftung“ nun drei Institutionen der Stadt mit Spenden bedacht: Jeweils 1000 Euro bekamen die Lebenshilfe Erlangen, der Hospiz Verein Erlangen und das Jugendhaus Black Box. Das Geld für die Lebenshilfe fließt in den Sozialfonds, mit dem ältere Menschen in den Wohnstätten unterstützt werden.

Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann besuchte die Regnitz-Werkstätten

Von links: Peter Pfann, Werkstattleiter Reha, Frank Morell, Lebenshilfe-Vorsitzender, Matthias Laue, Werkstattleiter Technik, Alexandra Hiersemann und Günter Hammerl, Werkstattrat. In ihrer Mitte: Zainab Haideri, Teilnehmerin im Berufsbildungsbereich

„Ich bin der wichtigste Mann hier. Ich kümmere mich um Fragen der Kollegen,“ betonte Günter Hammerl gegenüber der bayerischen Landtagsabgeordneten Alexandra Hiersemann. Sie war sehr interessiert, was der Mitarbeiter der Regnitz-Werkstätten über seine Aufgabe als Werkstattrat zu erzählen hatte.
Es war bereits ihr zweiter Besuch in der Lebenshilfe-Werkstatt und diesmal lernte sie auch Frank Morell kennen, seit Sommer 2017 neuer Vorsitzender der Lebenshilfe. Im Austausch mit ihm, Günter Hammerl, den Werkstattleitern Matthias Laue und Peter Pfann erfuhr sie viel Wissenswertes über die verschiedenen Arbeits-Bereiche, die Finanzierung und die Lebenshilfe allgemein.
Alexandra Hiersemann berichtete einiges über ihre politische Arbeit im Landtag sowie vor Ort und hob hervor, wie wichtig ihr ein ernsthaftes Miteinander zwischen allen Menschen sei und dass die Gesellschaft nicht auseinander brechen dürfe.
Das Treffen endete mit einem kleinen Rundgang durch die Werkstatt, bei dem die Landtagsabgeordnete den Berufsbildungsbereich, die Lebensmittelkonfektionierung und die Förderstätte kennen lernte.

1000 Euro für Honey Sweet von der Max und Justine Elsner Stiftung

Honey Sweet auf der Rampenschweinerei

Honey Sweet & The 7 Ups haben regelmäßig öffentliche Auftritte. Mit dabei sind auch Gastmusikerinnen und -musiker. Begeistert von der Band der Lebenshilfe und der Regnitz-Werkstätten zeigte sich das Publikum bei der letzten „Rampenschweinerei“ in Fürth. Für die musikalische Arbeit unter Leitung von Anita Rahm erhielten die Honeys  zum wiederholten Mal von der Max und Justine Elsner Stiftung eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Foto: Edda B. Lang

Fröhliches Frühlingsfest im Waldkindergarten der Lebenshilfe

Die Kinder des Inklusiven Waldkindergartens in Eckenhaid haben mit einem Frühlingsfest den Winter ausgetrieben und das einjährige Bestehen des Lebenshilfe-Waldkindergartens gefeiert. Eltern, Geschwister, Großeltern, Verwandte und Freunde waren dazu eingeladen. Eine kleine Rundreise endete am Erzählkreis, in dem die Kinder ihren Kindergartentag Revue passieren lassen.
Mit vielen Liedern und Gitarrenklängen hießen die Mädchen und Jungen dort den Frühling willkommen. Kreativ ging es weiter: Zwischen zwei Bäumen war ein Spinnennetz gespannt, das gemeinsam mit Märchenwolle, Schneckenhäusern, Kiefernzapfen und bunt bemalten Stöcken geschmückt wurde.
Vom Bauhof gab es zum ersten Geburtstag eine neue Plane, die über dem Frühstücksplatz der Kinder angebracht wurde. Viele Gäste packten kräftig mit an, um weitere Sitzgelegenheiten und Baumstämme in die richtige Position zu rollen. Dann setzte sich das fröhliche Beisammensein einschließlich Stärkung fort.
Andrea Schönwandt

Wachsam für die Menschlichkeit – Protest gegen Anfrage der AFD

Slogan der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Sitz in Berlin ist erschüttert über die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zu schwer behinderten Menschen in Deutschland. Darin möchte die AfD unter anderem wissen: „Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Behinderten seit 2012 entwickelt, insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen?“ Außerdem fragt die Partei, wie viele Fälle der durch Heirat in der Familie entstandenen Behinderungen einen Migrationshintergrund hätten. Damit bereite sie den Boden für Ausgrenzung und gefährde gesellschaftliche Solidarität.
Gemeinsam mit vielen anderen Verbänden hat sich die Bundesvereinigung Lebenshilfe gegen diese Anfrage der AFD gestellt und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung vom 22. April eine Anzeige mit folgendem Text geschaltet:
Es geht uns alle an: Wachsam sein für Menschlichkeit. Wir sind entsetzt über die Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland. Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten.
Es vermittelt sich darüber hinaus die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel.
Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnert damit an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Wir rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen. Wir sagen „Nein“ zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.
Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Zu Besuch bei der Lebenshilfe Nürnberger Land

In den Moritzberg-Werkstätten: (von links) Frank Morell, Lebenshilfe-Vorsitzender Erlangen, mit Mitarbeiter Michael Odörfer, Gerhard John, Vorsitzender Lebenshilfe Nürnberger Land, und stellvertr. Werkstattleiter Peter Rump

Die Lebenshilfen in Mittelfranken pflegen ein gutes Miteinander und tauschen sich gerne mal aus. Deswegen hat sich Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe Erlangen, über die Einladung in die Lebenshilfe Nürnberger Land gefreut. Mit deren Vorsitzenden Gerhard John sprach er unter anderem über Inklusion und Fördermöglichkeiten für Menschen mit Behinderung jeden Alters.
Peter Rump, pädagogischer Leiter der Moritzberg-Werkstätten, führte durch verschiedene Fertigungsbereiche  wie der Schreinerei oder Automobilteil-Montage. „Ich habe starke Eindrücke mitgenommen und fand den informativen Dialog sehr bereichernd“, so Frank Morell, der den Vorsitz der Lebenshilfe Erlangen im Sommer 2017 übernahm.