Zu Besuch bei der Lebenshilfe Nürnberger Land

In den Moritzberg-Werkstätten: (von links) Frank Morell, Lebenshilfe-Vorsitzender Erlangen, mit Mitarbeiter Michael Odörfer, Gerhard John, Vorsitzender Lebenshilfe Nürnberger Land, und stellvertr. Werkstattleiter Peter Rump

Die Lebenshilfen in Mittelfranken pflegen ein gutes Miteinander und tauschen sich gerne mal aus. Deswegen hat sich Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe Erlangen, über die Einladung in die Lebenshilfe Nürnberger Land gefreut. Mit deren Vorsitzenden Gerhard John sprach er unter anderem über Inklusion und Fördermöglichkeiten für Menschen mit Behinderung jeden Alters.
Peter Rump, pädagogischer Leiter der Moritzberg-Werkstätten, führte durch verschiedene Fertigungsbereiche  wie der Schreinerei oder Automobilteil-Montage. „Ich habe starke Eindrücke mitgenommen und fand den informativen Dialog sehr bereichernd“, so Frank Morell, der den Vorsitz der Lebenshilfe Erlangen im Sommer 2017 übernahm.

Honey Sweet & The 7 Ups spielen auf der Rampenschweinerei in Führt

Die Rampenschweinerei ist eine Offene Bühne, auf der Künstler aus allen Sparten etwas darbieten können –  einfach zum Spaß. Sie findet einmal im Monat in der Regel in Fürth statt. Am kommenden Dienstag, 24. April, sind auch „Honey Sweet & The 7 Ups“,  die Band der Regnitz-Werkstätten, mit dabei. Der abwechslungsreiche Abend beginnt um 20 Uhr in der Kofferfabrik, Fürth, Lange Straße 81, U-Bahn Stadtgrenze.

Regnitz-Werkstätten nominiert in der Kategorie exzellent:arbeit – Stand auf der Werkstätten:Messe

Die Regnitz-Werkstätten machen im Rahmen ihrer Produkt-Linie „Fisch mit Hut“ ein besonderes Angebot: Memo-Spiele und Kreisel aus Holz können individuell mit Logos und Fotos bedruckt werden.  Das weckte großes Interesse beim Behindertenwerk Main-Kinzig (BWMK), das seit 2009 die Internetplattform  „derfotobuchladen.de“  betreibt. Das BWMK wollte hier seine Produktpalette durch Holzartikel erweitern und fand in den Regnitz-Werkstätten den idealen Partner.
Seit Anfang des Jahres kooperieren die beiden und haben sich bei der „Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen“ (BAG WfbM) mit ihrer Dienstleistung „Der Fotobuchladen“ um den „exzellent“-Preis 2018 beworben. Dieser wird jedes Jahr anlässlich der Werkstätten:Messe in Nürnberg ausgeschrieben, die nächste Woche am 18. April beginnt. Die Regnitz-Werkstätten und das BWMK gehören zu den Nominierten in der Kategorie „excellent:arbeit“ und werden mit einer Urkunde gewürdigt.
Sie können die Regnitz-Werkstätten vom 18. bis 21. April auf der Messe in Nürnberg besuchen. Sie sind in Halle 12, 341 b, zu finden. Mitarbeiter mit Behinderung zeigen Ihnen, wie sie den brillanten Druck auf das Holz bringen.

Eier bemalt und Osterbrunnen in Haidhof geschmückt

Das Hotel  Schlossberg in Gräfenberg Haidhof hatte Ute Grellmann (Foto) und andere Seniorinnen und Senioren der Lebenshilfe zum Ostereier Bemalen eingeladen. Die schönen dekorativen Eier schmücken nun den Osterbrunnen in Haidhof. Auch hier haben die Frauen und Männer mit Behinderung mitgewirkt.

Vier Herren und Emilie weihen neuen Snoezelen-Raum ein

Von links: Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe, Stefan Müller, Lebenshilfe-Geschäftsführer, Dr. Wilhelm Polster von der Norma-Stiftung mit Sandro und Emilie.

Dr. Wilhelm Polster, Vorstand der Manfred Roth-Stiftung (Norma), kam persönlich vorbei, um den neuen Snoezelen-Raum in der Georg-Zahn-Schule und -Tagesstätte mit einzuweihen: „Die Lebenshilfe ist unterstützenswürdig und gerne haben wir die 13000 Euro für die Ausstattung des Raums zur Verfügung gestellt.“ Sandro von der Schülermitverwaltung schnitt feierlich die Schleife durch.
Snoezelen ist ein besonderes Therapiekonzept aus den Niederlanden, das in den 70iger Jahren für Menschen mit sensorischen Störungen und schwersten Behinderungen entwickelt wurde. In einer angenehmen Atmosphäre werden Sinnesempfindungen ausgelöst: durch ein Klangwasserbett, speziell ausgewähltes farbiges Licht, Bilder, Düfte, Berührungen, Töne … Wohlbefinden stellt sich ein, die Wahrnehmung wird geschult und die Lernfähigkeit angeregt.

Erlanger Inklusionspreis 2018 ist ausgeschrieben – jetzt bewerben

Das Foto zeigt Mitarbeiterinnen vom Erlanger Hospiz Verein mit Lebenshilfe-Bewohnerin Sigrid Salzmann bei der Preisverleihung 2017. Der Hospizverein war einer der Preisträger und Sigrid Salzmann ließ es sich nicht nehmen, den Damen persönlich zu sagen: „Danke, dass ihr auch für unsere Lebenshilfe-Wohnheime da seid.“
Auch in diesem Jahr zeichnet die Stiftung Lebenshilfe Erlangen Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen aus, die sich für Menschen mit Behinderung stark machen und sie gesellschaftlich teilhaben lassen. Nähere Informationen dazu, Flyer und Bewerbungsformular finden Sie hier.

Besuch aus dem Libanon

Von links: Werkstattrat Günter Hammerl, Anne Lallemand, Regnitz-Werkstätten, Loulou Amiouny-Rouayheb, Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Müller und Peter Pfann, Werkstattleiter Reha

1200 Einwohner hat Bkeftine und damit ist der Ort die kleinste Gemeinde im Libanon. Dort gibt es seit vielen Jahren eine Schule und eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung. Die etwa 150 Betreuten kommen zur „Wahat Al Farah“ (Oase der Freude) aus der ganzen Umgebung, manche haben eine Anfahrt von zwei Stunden. Loulou Amiouny-Rouayheb, Leiterin der Einrichtung, war im Rahmen des Programms „Kommune zu Kommune“ zu Gast in Erlangen.
Zwei Tage lang hatte Loulou Amiouny-Rouayheb Gelegenheit, die Arbeit der Lebenshilfe kennenzulernen. Die Georg-Zahn-Schule, der Inklusive Kindergarten Röthelheimpark, die Regnitz-Werkstätten und die Jugendfarm standen auf dem Besuchs-Programm. Hier konnte sie für ihre Arbeit im Libanon wertvolle Anregungen gewinnen und sich kollegial austauschen.

Wunderschöne Eiskunst im Inklusiven Waldkindergarten

Die eisigen Temperaturen der letzten Woche luden die Kinder des Inklusiven Waldkindergartens der Lebenshilfe zu außergewöhnlichen Experimenten ein. Sie entdeckten wie Wasser zu Eis gefriert. Die Kinder befüllten verschiedene Formen mit Wasser und sammelten Kiefernadeln, Steine und Zapfen. Entstanden sind wunderschöne Kunstwerke aus Eis, die in der Sonne der Lichtung um die Wette glitzerten. Andrea Schönwandt

Besondere Blume zum Valentinstag aus den Regnitz-Werkstätten

Julia Borchers (links) und Elfriede Heuser (rechts) aus den Regnitz-Werkstätten waren zum Start der Blumenaktion in den Arcaden dabei.

Die Erlangen Arcaden hatten sich in diesem Jahr für eine besondere Blumenaktion am Valentinstag entschieden. Sie beauftragten die Regnitz-Werkstätten der Lebenshilfe Erlangen, 500 Blumen zu basteln. Kein kleiner Auftrag, aber die Leiterin der Seniorengruppe der Regnitz-Werkstätten war sofort Feuer und Flamme. Das sei eine tolle Aufgabe für ihre Leute.
Dazu Vladimir Tinchev, Centermanager der Erlangen Arcaden: „Die Blumen sind wunderschön geworden. Wir freuen uns, dass wir so auf Menschen mit Behinderung und ihre Leistungen aufmerksam machen konnten. Gleichzeitig haben wir unseren Kunden eine Freude bereitet.“
Julia Borchers und Elfriede Heuser, zwei der Seniorinnen aus der Werkstatt, halfen zu Anfang beim Verteilen „ihrer“ Blumen mit. Letztere war gar nicht mehr zu bremsen.
Die Kooperation zwischen den Arcaden und der Lebenshilfe wird im Laufe des Jahres fortgesetzt. So ist der Vorstandsbeirat der Lebenshilfe demnächst zu einem Rundgang in die Arcaden eingeladen. Weil dort umgebaut wird, möchten Vladimir Tinchev und sein Team von Menschen mit Behinderung erfahren, welche Verbesserungen Richtung Barrierefreiheit – zum Beispiel in Bezug auf die Wegweiser – gut wären.

Theaterspiel in der Förderstätte – jeder hat nach seinen Möglichkeiten mitgemacht

„Fichtenbaum und Palme“ ist ein Text von Heinrich Heine und vertont hat ihn Fanny Hensel. Dazu haben (von links) Kevin Eckstein, Anette Linzmaier und Michael Wahl aus der Förderstätte der Regnitz-Werkstätten mit ihrer Betreuerin Tina Stark ein kleines Theaterstück aufgeführt. Jeder bekam seine Aufgabe, war für Ton oder Licht zuständig, und die Kulisse hat Anette Linzmaier gemalt. Das Holzgestell dazu fertigte die Gruppe 4 der Förderstätte.
„Alle haben toll mitgemacht und jeder wird da abgeholt, wo er steht. Je nach Einschränkung probieren wir einfach aus, was möglich ist“, so Gruppenleiter Ulrich Gressmann und Tina Stark. Es war die erste Theaterarbeit in der Förderstätte und weitere soll folgen.