Ausstellung BarriereSprung verlängert bis zum 9. Februar

In der Ausstellung „BarriereSprung“ erfährt der Besucher viel über das Thema Behinderung.

Die Ausstellung „BarriereSprung“ im Stadtmuseum Erlangen ist auf so großes Interesse gestoßen, dass sie nun bis zum 9. Februar 2020 zu sehen ist. In drei Ausstellungsbereichen geht es um Leben mit Behinderung. Es gibt viel zu sehen, zu hören und zu fühlen. Spielerisches, interaktive Stationen, mediale Inszenierungen und Taktiles machen die Ausstellung spannend und abwechslungsreich.
Ort und Öffnungszeiten: Erlanger Stadtmuseum, Martin-Luther-Platz 9, Di, Mi und Fr von 9 bis 17 Uhr, Do 9 bis 20 Uhr, Sa, So und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung „BarriereSprung“ hat ein Blindenleitsystem, taktile Raummodelle, setzt Braille- und Pyramidenschrift sowie Leichte Sprache ein.

Lebenshilfe Laden: Schönes und Besonderes schenken

Fairschenken: besonders hochwertige Produkte aus den Erlanger Regnitz-Werkstätten für Kinder und vieles andere mehr gibt es im Lebenshilfe Laden in der Nürnbergerstraße 47.

Viele Kunden sind immer wieder erstaunt, wenn sie hören, dass die Artikel im Erlanger Lebenshilfe Laden aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung kommen. Hochwertiges und Ausgefallenes ist dort zu finden: Kerzen, Advents- und Weihnachtsartikel, Holzspielsachen, Lernspiele, Postkarten, Textilien, edle Büro-Utensilien, Keramik, Insektenhotels und vieles mehr. Der Laden in der Nürnberger Straße 47 ist Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, samstags bis 14 Uhr, aber im Advent auch bis 18 Uhr. 

Schwitzen für einen guten Zweck

Seit über 20 Jahren gibt es die Aktion „Schwitzen für einen guten Zweck“ des CVJM Erlangen. Diesmal haben 24 ehrenamtliche Mitarbeitende mit angepackt, darunter Jugendliche und Rentner, darunter auch Chiara Pfannenmüller (links im Bild), die in den Regnitz-Werkstätten arbeitet. Die junge Frau mit Beeinträchtigung ist beim CVJM immer willkommen und bei vielem dabei.
20 Auftraggeber hatte die Aktion, bei denen es zum Beispiel galt, Garagen zu entrümpeln oder den Garten winterfest zu machen. Pro Arbeitsstunde musste der Mindestlohn gezahlt werden, aber die meisten Kunden rundeten großzügig auf. So hat der CVJM am Ende einen Rekord „erschwitzt“ in Höhe von 2100 Euro. Das Geld geht an das Projekt Lifegate in Beit Jala bei Bethlehem im Westjordanland. Es fördert 150 Kinder und junge Menschen mit Behinderung, im Kindergarten, in einer Schule oder an einem Ausbildungsplatz.

Der Kosbacher Stad’l-Chor singt zu Gunsten der Lebenshilfe

Der Kosbacher Stad’l Chor möchte mit seinem Adventskonzert auf Weihnachten einstimmen und lädt herzlich dazu ein. Der Eintritt ist frei, aber es wird um Spenden gebeten. Diese kommen den Offenen Hilfen der Lebenshilfe zu Gute. Das Geld fließt in ein Mobiles Wickelset. Davon profitiert auch die Förderstätte der Regnitz-Werkstätten.
Das Wickelset besteht aus einer mobilen Liege sowie einem mobilen Lifter. Dadurch ist es möglich, dass auch Menschen mit schwerer Beeinträchtigung an längeren Ausflügen/Aktivitäten teilnehmen können.  

Hoher Besuch aus Erlangens Partnerstadt San Carlos

Besuch aus Nicaragua in den Regnitz-Werkstätten

Die Regnitz-Werkstätten hatten Besuch aus Nicaragua von Jhonny Gutierrez, Bürgermeister der Erlanger Partnerstadt San Carlos. Er informierte sich über die Arbeit der Lebenshilfe und war sehr beeindruckt von den Angeboten der Werkstatt. Er erzählte, dass die Behindertenhilfe in Nicaragua „noch in den Windeln steckt“. Eltern von Kindern mit Behinderung würden sich schämen und ihre Kinder verstecken. Es gäbe kein System der Diagnose und Förderung. Er wünscht sich sehr, dass sich das ändert.
Zwei junge Frauen aus San Carlos (vorne im Bild) machen zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Förderstätte der Werkstatt. Mit ihrer Erfahrung können sie eines Tages einen wichtigen Beitrag bei der Aufbauarbeit in San Carlos leisten.

Erlanger Inklusionspreis 2019 verliehen

Preisträgerinnen und Preisträger mit Laudatoren

Mit 130 Gästen hat die Stiftung Lebenshilfe Erlangen die diesjährige Verleihung des Inklusionspreises gefeiert. „Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019 zeigen vorbildhaft, was alles möglich ist“, so Hermann Requardt, Vorsitzender der Stiftung. Nicht zuletzt komme es immer auf das persönliche Engagement an, was alle Preisträger auszeichnet. Dieses Mal gab es einen zusätzlichen Sonderpreis für das Stadtmuseum Erlangen, das die Ausstellung „BarriereSprung“ auf den Weg gebracht hat. Sie leistet einen bedeutenden Beitrag für das bessere Verständnis von Leben mit Behinderung.
Preisträger Uwe Molnar hat vier Jahre mit Uli Kanawin, ein Mann mit Down-Syndrom, in einer WG gewohnt. Zwischen beiden ist der Kontakt nicht abgerissen –  die beiden sind Freunde bis heute.
Die REWE Plank OHG ist inhabergeführt und das Ehepaar Plank nimmt regelmäßig Praktikanten mit Behinderung. Zudem beschäftigen sie einen ständigen Mitarbeiter aus den Regnitz-Werkstätten.
Preisträgerin Sabine Fechter betreibt seit 30 Jahren einen Pferdehof und bietet auch therapeutisches Reiten an. Ihr zur Seite steht ein ehrenamtliches Team. Alle Reiterinnen und Reiter mit oder ohne Behinderung sind willkommen und selbstverständlich beisammen.
Die nächste Ausschreibung ist 2021, denn der Erlanger Inklusionspreis wird zukünftig alle zwei Jahre vergeben.

Krapfen für einen guten Zweck

Gerhard Wangemann vom Lions Club liefert die Krapfen bei der Lebenshilfe an. Zwei Helferinnen der Regnitz-Werkstätten stehen ihm zur Seite.

Am Sankt Martinstag hat der Lions Club Erlangen zum 6. Mal Krapfen für einen guten Zweck verteilt. Die Lebenshilfe mit ihren Einrichtungen war auch wieder bedacht worden. Dank der Elsner-Stiftung haben die Mitarbeitenden der Regnitz-Werkstätten 800 Krapfen in Empfang genommen. Die Bäckerei „Der Beck“ hat zu einem Sonderpreis gebacken und für jeden Krapfen gehen 50 Cent an ein soziales Projekt für bedürftige und benachteiligte Kinder.

Experten in eigener Sache tauschen sich in Erlangen aus

Dreimal im Jahr treffen sich Selbstvertreter/innen mittelfränkischer Lebenshilfen zum Austausch: diesmal bei der Lebenshilfe Erlangen. Ein Thema war der Rückblick auf den bundesweiten Kongress in Leipzig, bei dem sich alles um Selbstvertretung drehte. Dauerbrenner für die Experten in eigener Sache ist Barrierefreiheit im Verkehr. „Zum Beispiel müssen die Fahrpläne besser zu lesen sein “, so einer der Teilnehmenden.
Außerdem zog die Gruppe mit Besucherinnen und Besuchern aus Bad Windsheim, Lauf, Fürth, Nürnberg, Weissenburg, Ansbach und Neustadt Bilanz vom letzten Arbeitstreffen, zu dem der Bezirk eingeladen war. Es ging um die Anforderungen an die Entwicklungsberichte, die zu kompliziert seien.

Wurzelkinder feierten Erntedank

Gemüsemandala für die Waldtiere

Zum Erntedank brachten alle Wurzelkinder Obst und Gemüse mit in den Inklusiven Waldkindergarten. Gemeinsam überlegten sie, wo die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten wachsen. Besonders spannend war die Frage, bei welchem Waldbewohner die Leckerbissen auf dem Speiseplan stehen. Dann zogen die Kinder mit dem Bollerwagen los und überlegten mit viel Eifer, wie sie den Tieren ein schönes buntes Erntedankmandala legen können.
Im Laufe der Woche, bereiteten die Wurzelkinder außerdem einen Obstsalat und eine Gemüsesuppe zu. Bianca Petschl

Wir wollen ernst genommen werden

Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Selbstvertretung und Selbstbestimmung wird in der Lebenshilfe groß geschrieben. So hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe vor kurzem einen Selbstvertreter-Kongress in Leipzig mit 700 Teilnehmenden veranstaltet. Aus Erlangen war Uli Kanawin dabei, der in den Regnitz-Werkstätten arbeitet und im Werkstattrat ist. Vor allem auch der Austausch mit anderen hat ihm gefallen.
Zum Abschluss des Kongresses wurde die Leipziger Erklärung verabschiedet. „Wir vertreten uns selbst! Wir sind Selbstvertreter. Wir fordern Barrierefreiheit in unseren Einrichtungen und überall. Wir fordern Leichte Sprache auch bei Behörden. Wir wollen auch in der Politik überall mitreden. Wir wollen, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen lernen und arbeiten können. Wir wollen ernst genommen werden!“, so hießt es dort. Die komplette Erklärung finden Sie unter: http://www.lebenshilfe-erlangen.de/leichte_sprache (in der rechten Spalte unten).